Acht Meter langes Glamping-Dickschiff mit Garage für den Sportwagen, der klassische Campingbus für besonders Mobile oder der Pickup mit abnehmbaren Wohnmobil-Aufbau für die Abenteuerlustigen? Das Angebot ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen.

Für jeden Geschmack und Geldbeutel lässt sich das Richtige finden, egal, ob es in die Berge, ans Meer oder auf das Lieblingsmusikfestival gehen soll. Um die Freiheit auf vier Rädern zu genießen, muss man sich auch nicht selbst ein entsprechendes Gefährt anschaffen: professionelle Vermietung und Camper-Sharing liegen voll im Trend.

Sicher unterwegs

Beim Wohnmobil wird der Führerschein das Ticket zum Abenteuer. Da den aber niemand auf einem Wohnmobil absolviert, ist das Steuern eines solchen für normale AutofahrerInnen oft ungewohnt.

Wer bereits vor dem großen Trip mal eine Runde dreht und sich mit dem Fahrzeug vertraut macht, erlebt nachher keine bösen Überraschungen, etwa beim Einparken. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann auch entsprechende Fahrsicherheitstrainings absolvieren.

Wildes Campen

„Frei stehen“ ist bei Menschen, die naturnah und spontan unterwegs sein wollen, besonders beliebt. Explizit gestattet ist es aber nur in den wenigsten europäischen Ländern, allen voran Schottland, Schweden und Norwegen. Zudem gibt es innerhalb der einzelnen Länder auch regionale Unterschiede.

Daher am besten vor Reiseantritt über die jeweils gültigen Regelungen und deren Handhabung bei Tourismusverbänden und entsprechenden Websites informieren. AnfängerInnen finden in entsprechenden Foren Unterstützung bei der auch online sehr hilfsbereiten Camper-Community.

Bewusster Umgang mit der Natur

Die unberührte Natur zu genießen steht bei vielen Reisemobilisten im Vordergrund. Darum soll diese genauso bleiben. Das bedeutet, den Stellplatz sauber zu halten, keinen Müll zu hinterlassen und die Naturschutzbestimmungen einzuhalten. Anfallende Chemikalien und Abwasser gehören in entsprechende Sammelstellen und nicht in den Wildbach. Wer sich umsichtig verhält und respektvoll mit Natur und AnrainerInnen umgeht, hat auch beim Wild-Campen nur selten Probleme.

Ab in den Schatten

Kühlschrank und Klimaanlage verbrauchen so deutlich weniger Strom. Markise, Sonnensegel und Vorzelt sorgen für zusätzliche Beschattung, dürfen aber im Normalfall nur auf ausgewiesenen Campingplätzen aufgebaut werden.

Kochen wie ein Gourmet

Neben dem geräumigen Schlafplatz ist die eigene Küche der größte Vorteil eines Wohnmobils. Besonders geeignet sind Lebensmittel, die haltbar und leicht zu lagern sind, wie Nudeln, Reis oder Getreide. Das Wohnmobil heißt aber nicht ohne Grund so, weswegen sich auch leicht Frisches aus der Region auftreiben lässt: Egal, ob Fisch aus dem Meer oder Gemüse frisch vom Bauernhof.

Besonders geeignet sind Rezepte, die nicht mehr als zwei Gas-Flammen und keine zusätzlichen Küchengeräte benötigen. Denn Strom und Gas sind auf Reisen oft rar. Da die meisten Wohnmobile über einen Feuermelder verfügen, ist es ratsam den Dunstabzug auf die höchste Stufe zu stellen und beim Kochen gut zu lüften. Dann wird das romantische Dinner auch nicht von schrillen Zwischentönen gestört.