Nicht zu verwechseln mit dem im Südosten angrenzenden Salzkammergut, das sich neben seiner ausgeprägten Seenlandschaft vor allem durch seine Alpenrandlage auszeichnet, ist auch das Salzburger Seenland direkt mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus Salzburg zu erreichen. Namensgebend liegen die vier wärmsten Badeseen Salzburgs fernab vom Massentourismus eingebettet in so atemberaubender wie vielfältiger Landschaft und ermöglichen auch dem gehetzten Stadtmenschen in nächster Nähe Ruhe und Erholung in der Natur.

Wallersee

Mit seiner mehr als sechs Quadratkilometer großen Wasserfläche ist der Wallersee der größte See des Salzburger Alpenvorlandes, der zusammen mit dem Wenger Moor seit 1996 zum Natura 2000-Europaschutzgebiet zählt. Mit etwas Geduld und stiller Aufmerksamkeit kann man am Schilfgürtel entlang des Nordufers und am westlichen Ende des Sees zahlreiche Fisch- und Vogelarten beobachten.

Der Wallersee ist vor allem im Frühjahr und Herbst durch den dann vorherrschenden Ostwind beliebt bei Windsurfern, Kitesurfern und Seglern, den ganzen Sommer über bei Badelustigen. Ein rund 20 km langer Wanderweg rund um den See, dessen südlicher Teil gleichzeitig zum österreichischen Abschnitt des Jakobswegs gehört, und die inspirierende Aura des Sees machen ihn schon seit Ende des 19. Jahrhunderts besonders in der Nähe der Ortschaft Henndorf zum Magneten für Literaten und erklären die Existenz eines Literaturführers, der die Vergangenheit des Salzburger Seengebiets bezüglich dieser Kunstgattung beschreibt

Trumer Seen

Als Teile einer Gletscherseenlandschaft zeichnen sich die drei Trumer Seen Grabensee, Mattsee und Obertrumer See mit hervorragender Wasserqualität aus. Sie stehen einschließlich ihrer wertvollen Ufermoore unter Naturschutz. Auch hier darf an einigen Stellen gebadet werden, Surfen und Segeln ist teilweise möglich, nur Motorboote sind aufgrund des Naturschutzes auf allen Trumer Seen verboten. Zwischen dem Mattsee und dem Obertrumer See verkehrt aber das Ausflugsschiff „Seenland“ und führt Neugierige bei jedem Wetter durch die zauberhafte Wasserlandschaft. Der Grabensee dagegen ist als Moorsee zwar ein sehr warmer Badesee, Surfen und Bootfahren sind aus Gründen des Naturschutzes jedoch untersagt.

Radeln

Noch im Alpenvorland befindlich stehen Radfahrern mehrere thematisch orientierte Radwanderwege zur Verfügung, die kaum mehr als 170 Meter Höhenunterschied aufweisen und in Streckenabschnitten auch das Salzburger Seenland queren. So etwa der bayrisch-österreichische Mozart-Radweg, der in seiner längsten Variante 450 Kilometer umfasst und als Rundweg entlang historisch belegter Wirkstätten Wolfgang Amadeus Mozarts angelegt ist.

Der 126 Kilometer lange Bajuwaren-Radweg führt an Funden alter bajuwarischer Siedlungen in den Orten Waging und Mattsee vorbei und ein Teil der „Salz- und Seentour“ verbindet als Rundweg Orte des Seengebietes mit Gemeinden im südlichen Teil des Großraums Salzburg. Die geringen zu überwindenden Höhenunterschiede lassen diese Radwanderwege allesamt als familientauglich gelten.

Kulinarik

Das Konzept des Salzburger Seenlandes ist zukunftsorientierte Ökonomie, die Fragen der ökologisch und biologisch wertvollen und nachhaltigen Landwirtschaft in den Vordergrund rückt. In der regionalen Küche sind folglich vorrangig biologisch hochwertig und natürlich erzeugte Produkte verarbeitet, fangfrische Fische fehlen darin genauso wenig wie die Kräuter aus vielen liebevoll gepflegten Bauerngärten. Außerdem zählt das Trumer Seenland als Bio-Heu-Region zu einem Gemeinschaftsprojekt von 240 Biobauern aus dem Mondseeland, dem Mattigtal und dem Salzburger Seenland, welches sich der besonderen Wirtschaftsweise des „Heumachens“ verschrieben hat und auf dieser Grundlage für die aus Bio-Heumilch gewonnenen Milchprodukte verantwortlich zeichnet.