Das spannendste an einer Reise war und ist immer das Überschreiten der Grenze. Der Moment, in dem man das eigene Land verlässt, die Zeit in der man sich in diesem seltsamen Zwischenraum befindet, der weder hier noch dort ist, und schließlich das Ankommen auf der anderen Seite, in einer anderen Welt. Österreich ist heute umgeben von Schengenländern, das hat die Aufregung eines Grenzübertritts geschmälert. Und doch – wer mit wenig Geld und Zeit etwas besonderes Erleben will, macht sich auf zu den Nachbarn.

Die Österreicherinnen und Österreicher haben das Glück, mit wenig Zeit- und Geldaufwand ihr Heimatland hinter sich lassen zu können um die Nachbarländer zu besuchen. Zwar ist Italien immer noch das Urlaubsland Nr.1, die „östlichen“ Nachbarländer werden jedoch immer beliebter. Der Umstand, dass man lt. Statistik Austria bei den jungen EU-Nachbarn Slowenien, Ungarn, Slowakei und Tschechien nach wie vor mehr Güter und Leistung für 100 Euro bekommt als bei unseren „alten“ Schengennachbarn ist dabei ein schöner Nebeneffekt, ein Bonus. 

Das Besondere aber ist der Reichtum an kulturellen Schätzen, Naturparadiesen, kulinarischen Vorzüglichkeiten und persönlichem Charme gleich um die Ecke. Selbst wenn es nur ein paar Tage sind - man kommt zurück und meint, sehr lange fort gewesen zu sein und das Daheim nun ein wenig anders zu sehen.