Als Fernsehmoderatorin und Schauspielerin gehören Sie zu Österreichs bekanntesten TV-Gesichtern. Wie schwer war der Weg bis an die Spitze und wie hart ist das Business wirklich?

So hart habe ich es nicht empfunden. Ich habe das ja immer gern gemacht und konnte in dem Job arbeiten, den ich mir selbst ausgesucht habe. Es ist aber eben doch mehr Arbeit, als vielen, die „irgendwas mit Medien” machen wollen, oft bewusst ist. Es gibt keine geregelten Zeiten, manchmal monatelang keine freien Tage, dadurch bleibt das Privatleben natürlich auf der Strecke. Plus: Man muss sich daran gewöhnen, von allen beurteilt zu werden und das wird dann eben auch gerne persönlich.

Wie fühlt es sich an, ständig im Rampenlicht zu stehen? Und vor allem, wie gehen Sie mit den Schattenseiten, etwa mit diversen Shitstorms auf verschiedenen medialen Plattformen um?

Ich stehe ja nicht ständig im Rampenlicht. Das ist auch nur ein Teil meiner Arbeit. Der andere Teil passiert ja hinter den Kameras, wenn ich mich auf Shows vorbereite. Mit Shitstorms an sich kann ich leben. Wenn es sich aber um schwerwiegende Drohungen handelt, befassen sich andere Stellen damit. Das jemand die Art und Weise, wie ich moderiere, nicht mag, ist völlig okay, wenn aber manche glauben, mit stumpfen Parolen drohen zu müssen, dann muss ich mich schon wundern. Aber die Opferrolle steht mir nicht. Ich finde einfach die Zeiten, in denen Moderatoren nur noch Texte von anderen vorlesen und selbst keine Meinung zu haben brauchen, sind vorbei. Mit diesem Klischee haben vor allem Moderatorinnen leider nach wie vor zu kämpfen.

Sie leben mit Ihrem Lebensgefährten Ben und Ihrer Tochter Maja in London. Was bedeutet es, als Österreicherin die Heimat zu verlassen und ins Ausland zu gehen?

Meine Wurzeln sind in Österreich und dann habe ich eben Flügel für den Rest der Welt. Ich bin immer schon viel gereist und liebe das sehr. Ständig an einem Fleck – das würde mich nicht glücklich machen. Dennoch ist Österreich mein Zuhause.

Wie schaffen Sie es, bei Ihren vielen Engagements Kind und Karriere unter einen Hut zu bringen? 

Andere Mütter haben da wirklich mehr unter einen Hut zu bekommen. Ich habe viel Unterstützung. Es ist eben viel mehr Organisation als vorher, aber daran habe ich mich inzwischen gewöhnt. 

Welchen Stellenwert hat für Sie heute Ihr Heimatland Tirol? Vermissen Sie in der Großstadt ab und zu frische Tiroler Bergluft?

Ich liebe Tirol sehr, aber Zeit zum Vermissen gibt es nicht viel, weil ich sowieso oft zu Hause in Innsbruck bin. Aber es wird einem in anderen Städten schon auch bewusst, wie hoch die Lebensqualität in Tirol ist.

Wenn Sie zu Hause in Tirol sind: Was sind Ihre persönlichen Sehnsuchtsorte? Und welche Ausflugsziele dürfen bei einem Heimaturlaub auf keinen Fall fehlen?

Ich mache keine großen Ausflüge. Aber den Wildpark in Aurach finde ich immer toll. Ansonsten gehe ich einfach gern spazieren.

Sie glänzen mit Natürlichkeit und punkten mit Ihrer positiven Ausstrahlung. Wie wichtig sind Ihnen dabei Ernährung, Gesundheit und mentale Fitness?

Ich bin jetzt kein Ernährungsfreak. Es muss vor allem schmecken. Gut, dass viele gesunde Sachen das auch tun! Ich bin ein Genussmensch und liebe es zu kochen. Außerdem achte ich darauf, woher die Lebensmittel kommen. Und Sport mache ich einfach, weil ich mich dann immer besser fühle. Das ist ein guter Ausgleich zum ständigen Rumreisen.

Mitte Dreißig und schon so viel erreicht, wovon andere wohl ein ganzes Leben lang träumen. Was möchten Sie noch erreichen und welche Ziele setzen Sie sich als nächstes? 

Ich habe ständig neue Pläne und Wünsche. Ich will zum Beispiel eine eigene Show auf die Beine stellen und mich gerne noch mehr der Schauspielerei widmen.