Natur als Sportgerät

„Viele sitzen in ihrer Arbeit den ganzen Tag vorm Computer und haben ein großes Bedürfnis nach Bewegung, aber auch nach dem „ursprünglichen“ Naturerlebnis. Die Menschen suchen nach Ausgleich und Regeneration, aber eben nicht durch Faulsein sondern durch gesundheitsfördernde Bewegung“, sagt Alfred Leitgeb, Bergsport-Abteilungsleiter der Naturfreunde Österreich. „Viele haben auch die Natur als größtes und billigstes Sportgerät für sich entdeckt. Allerdings sollte man sinnvoll damit umgehen können.“ Für diesen richtigen Umgang - also worauf es beim Wandern und Bergsteigen unbedingt zu achten gilt - hat Leitgeb einige Tipps auf Lager:

 

Richtige Tourenplanung

„Das Wichtigste ist die Tourenplanung. Dabei sollte man vier wichtige Grundfragen klären. Erstens das Können der Teilnehmer, was den Schwierigkeitsgrad der Tour angeht.

Zweitens die Wandererfahrung der Teilnehmer und drittens ihre körperliche Leistungsfähigkeit. Die Tour sollte nicht zu ehrgeizig geplant werden, denn am Ende sollen ja alle gesund und erholt, und nicht gestresster als vorher sein. Wenn man während der Wanderung bemerkt, dass die Kräfte nachlassen, sollte man den Mut zur Umkehr aufbringen. Wenn man müde wird und die Konzentration nachlässt, wird die Verletzungsgefahr größer. Der vierte wichtige Punkt ist natürlich das Wetter, das man vorher checken sollte.“ 

 

Der gut gepackte Rucksack

Besonders wichtig beim Wandern und Bergsteigen ist natürlich auch die richtige Ausrüstung. Gutes Schuhwerk, je nach Wetter die richtige Bekleidung, ausreichend Flüssigkeit. „Eine Jause mitzuhaben ist gut, aber das wichtigste ist eine Trinkflasche, die am besten mit Tee oder Leitungswasser gefüllt ist. Kohlensäurehaltige Getränke sollte man auf jeden Fall vermeiden“, so Leitgeb. Auch eine Wanderkarte oder eine entsprechende Smartphone-App sind laut dem Bergsportexperten essentiell.

Ebenso sollte ein Erste-Hilfe- Päckchen und ein Handy mit aufgeladenem Akku für Notrufe nicht fehlen. Im Herbst ist eine Taschenlampe empfehlenswert, falls man länger braucht als erwartet und es dunkel wird. Im Sommer sollte man sich unbedingt gut gegen die Sonne schützen. Insgesamt gilt aber: „Nur das mitnehmen, was man braucht. Zu schwer tragen ist anstrengend und unnötig“