Wer draußen (englisch: outdoor) aktiv ist, braucht die passende Kleidung. Sie muss buchstäblich auf den Outdoor-Sport zugeschnitten sein. Denn in ihr will man seinen Sport optimal ausüben, gleichzeitig muss die Kleidung Wind und Wetter trotzen. Outdoorbekleidung ist deshalb in erster Linie funktional, und wird auch Funktionstextilien genannt. Doch auch das Design spielt eine immer größere Rolle bei der Kaufentscheidung.

Outdoorbekleidung – eine Kleiderklasse für sich
Die Erwartungen an Outdoorbekleidung sind extrem hoch: Sie soll leicht, atmungsaktiv und strapazierfähig sein, Schutz vor Sonne, Wind, Regen oder Schnee bieten und dabei das optimale Körperklima ihres Trägers gewährleisten, ihn also wohltemperiert und angenehm trocken halten. Auch die Pflege und Reinigung der Kleidungsstücke soll praktisch sein. Solche Qualitätsansprüche sind von natürlichen Textilfasern wie Baumwolle, Wolle, Leinen, Hanf oder Seide nur schwer zu leisten. Moderne Outdoor-Kleidung ist deshalb meist aus Kunstfasern wie Polyester, Polyamid oder Polypropylen gemacht.
Da die Nachfrage nach Outdoorbekleidung recht hoch ist, gibt es in diesem Bereich auch jede Menge Forschung und Entwicklung – auch in Richtung Nachhaltigkeit. So kommt das Material Sympatex beispielsweise ohne Polytetrafluorethylen (kurz: PTFE) aus, das verdächtigt wird, Krebs zu erregen. Doch längst nicht alles ist schon im grünen Bereich, wenn es um Outdoor-Mode geht. Die beiden wichtigsten Aspekte, die ein Verbraucher stets hinterfragen sollte, sind:

Ökologische Nachhaltigkeit
Hier gilt es unter anderem zu fragen, welche Materialien eingesetzt werden und inwieweit diese zum Beispiel auf Basis fossiler oder nachwachsender Rohstoffe gewonnen werden. Auch die Verwendung von teilweise bedenklichen Farben zum Kolorieren der Mode sollte hinterfragt werden. Hierbei kann man ruhig soweit gehen, dass man Ansprüche ans Design der ökologischen Verarbeitung der Fasern unterordnet und auf leuchtende Farben grundsätzlich verzichtet, da hier die Gefahr groß ist, dass bedenkliche Chemikalien im Spiel sind.
Ebenso ist die Veredlung des Gewebes kritisch zu betrachten, die es dank Imprägnierung beispielsweise erst wetterfest macht. Alternativ zu umweltschädlichen Chemikalien wie Fluorcarbone (ein bekannter Markenname: Teflon) kann man das manuelle Imprägnieren mit natürlichem Bienenwachs nach Bedarf auch dem Verbraucher überlassen.
Ein anderes ökologisch problematisches Thema in der Outdoor-Mode sind Daunen. Immer noch gibt es Infos darüber, dass Hersteller auf sogenannte Blutdaunen setzen, also Daunen, die aus Lebendrupf stammen. Lebendrupf ist eine blutige Tortur für die Gänse, die nicht sein muss. Statt die Tiere zu quälen, könnte man ausschließlich Daunen nutzen, die von zum Verzehr bereits getöteter Tiere stammen.
Nicht zuletzt sollte man auf die Recyclingfähigkeit der Kleidung achten. Auch die in der Textilbranche leider oft üblichen langen Transportwege zwischen Rohstofflieferanten, Zulieferern, Produktionsstätte und Handel schlagen auf der Klimabilanz des Kleidungsstücks negativ zu Buche, da dabei Unmengen von CO₂ emittiert werden. Einheimisch produzierte Sachen sind hier klar im Vorteil.

Sozio-ökonomische Nachhaltigkeit
Neben den ökologischen Aspekten sind es auch die sozio-ökonomischen, die die Ökobilanz der Outdoor-Mode beeinflussen. Fragen, die ein umweltbewusster Konsument stellen sollte, sind zum Beispiel:

- Werden die NäherInnen fair behandelt und fair entlohnt?
- Sind deren Arbeitsbedingungen auch nach unseren europäischen Maßstäben akzeptabel?

Grundsätzlich kann man auch bei Outdoor-Mode auf anerkannte Gütesiegel vertrauen – einen Überblick über die gängigsten gibt’s in der Tippspalte rechts!