Während der Fußball-Europameisterschaft vom 10. Juni bis 10. Juli regiert König Fußball in Österreich. Das Nationalteam erfüllte sich mit einer fast perfekten Qualifikation den EM-Traum und ein ganzes Land fiebert mit dem „neuen Wunderteam“ mit. Mittendrin ist auch der 22-jährige Tiroler Alessandro Schöpf, der im Mittelfeld für den nötigen Antrieb sorgen soll. Schöpf, der nach Stationen beim FC Bayern München und dem 1. FC Nürnberg heute beim deutschen Top-Verein FC Schalke 04 spielt, begann schon als Fünfjähriger seine Karriere. Aus der Begeisterung für das runde Leder wurde sehr bald mehr als bloßer Zeitvertreib.

Als junges Fußballtalent wechselte Schöpf von seinem ersten Verein, dem im Tiroler Ötztal beheimateten SV Längenfeld, in die Akademie Tirol. Diese war für Schöpf, wie für viele andere junge Spieler auch, Sprungbrett zur Profi-Fußballkarriere. Schöpf ging anschließend mit gerade einmal 15 Jahren in die Nachwuchskaderschmiede des FC Bayern München.

Mit dem klaren Ziel vor Augen, Fußballprofi zu werden, kämpfte sich Schöpf fernab der Heimat step-by-step nach oben, bis in die deutsche Bundesliga. Der internationale Weg des jungen Tirolers ist damit aber noch längst nicht beendet. Seit seiner Nominierung für den österreichischen EM-Kader kann Schöpf nun auch gemeinsam mit dem Nationalteam auf Erfolg in Frankreich und eine Fortsetzung seines Jugendtraumes hoffen.

Fußballprofi – ein Traumjob für viele junge Spieler. Wann haben Sie realisiert, dass dieser Traum für Sie in Erfüllung geht?
Das war, als ich bei Bayern München den ersten Profivertrag unterschrieben habe. Da habe ich zwar noch in der zweiten Mannschaft gekickt, aber realisiert, dass ich es tatsächlich zum Profi geschafft habe. Es war eine große Ehre, aber gleichzeitig auch Verpflichtung, jeden Tag weiter hart an mir zu arbeiten.

Als Teenager sind Sie als junger Athlet ins Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern München gekommen. Wie war das für Sie, so jung abseits von zu Hause selbständig zu werden?
Es war eine sehr gute Erfahrung, die ich damals machen durfte. Ich bin in der Zeit sehr gereift, sowohl menschlich, als natürlich auch auf dem Platz. Durch die Schule des FC Bayern zu gehen, war eine super Erfahrung für mich.

Wie wichtig war und ist Ihnen heute die Verbundenheit zu Ihrem Heimatland Tirol?
Ich kann leider wegen der Entfernung nicht mehr so oft da sein, aber die Verbundenheit mit Tirol ist natürlich in mir und wird es auch immer bleiben. Ich habe Familie und viele Freunde dort, deshalb versuche ich in freien Zeiten auch immer mal wieder in Tirol vorbeizuschauen und freue mich dann auf das Vertraute.

Welche Hürden haben Sie auf dem Weg zum Fußballprofi überwunden und wie motivieren Sie sich nach Niederlagen und Rückschlägen?
Es gibt auf dem Weg zum Profi immer Aufs und Abs. Man muss auf vieles verzichten, um es tatsächlich bis zum Fußballprofi zu schaffen. Für Feiern war zum Beispiel in der Jugend nicht so viel Zeit. Aber das war ok, weil man ein großes Ziel vor Augen hatte. Und Rückschläge gehören dazu! Daraus kann man immer etwas lernen, das einen im Nachhinein noch stärker macht.

Auch wenn das Karriereende noch in weiter Ferne liegt: Welche Pläne haben Sie für Ihre Zeit nach der aktiven Fußballkarriere?
Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Ich bin zum Glück noch jung, gesund und habe hoffentlich noch viele Jahre als Profi vor mir. Was danach kommt, darüber denke ich dann nach, wenn sich die Karriere als aktiver Fußballer dem Ende zuneigt.

Sie haben als Fußballprofi Ihren Traumjob gefunden. Welche Tipps können Sie jungen Menschen mit auf den Weg geben, um ihren Traumjob zu erreichen?
Ich würde jungen Menschen mit auf den Weg geben, dass sie ehrgeizig und zielstrebig sein sollen und ihr Ziel nie aus den Augen verlieren dürfen. Mindestens genauso wichtig ist es aus meiner Sicht, dass man immer mit Spaß und Freude bei der Sache ist!