Während einer Skisaison landen in Österreich Tag für Tag fast 350 Wintersportler im Spital. Über 50.000 Ski- und Snowboard-Unfälle verzeichnen die heimischen Skiregionen pro Jahr, die Hälfte davon endet mit einem Knochenbruch. Dabei könnte die Mehrzahl der Unfälle mit der entsprechenden Schutzausrüstung verhindert werden.  Zu den sicherheitsrelevanten Ausrüstungsgegenständen gehören Ski-Helm, Ski-Brille, Rückenprotektoren, Handschuhe, Ski-Schuhe, Skier sowie die Kleidung.

 


Der Ski-Helm sollte in einem Fachgeschäft und nicht im Versandhandel erworben werden und der EU-Norm EN 1077 entsprechen. Beim Anprobieren sollten Helmkäufer darauf achten, dass der Helm sowohl beim Tragen nicht drücken als auch beim Kopfschütteln nicht wackeln darf – der richtige Sitz ist das Um und Auf. Auch die Hörfähigkeit darf nicht eingeschränkt werden. Der Helm sollte spätestens nach acht Jahren oder nach einem Sturz ersetzt werden, wenn Schäden sichtbar sind.

 


Beim Kauf des Helms sollte die eigene oder eine neue Ski-Brille gleich mit ausprobiert werden. Die Brille dient dem Schutz der Augen vor UV-Strahlen, Fahrtwind und spitzen Gegenständen wie Ästen oder Stockenden der Ski. Wichtig bei der Anprobe: Der obere Brillenrand muss mit dem Rand des Helms abschließen. Der untere Brillenrand sollte nicht auf das Nasenbein drücken. Brillenträger sollten entweder auf eigens konzipierte Ski-Brillen setzen oder – als preiswerte Alternative – zu einem Einsatz für optische Brillen greifen.

Rückenprotektoren dienen dem Schutz der Wirbelsäule vor Stößen. Der österreichische Verein für Konsumenteninformation rät WintersportlerInnen eher zu Soft- denn zu Hartschalenprotektoren. Grund: Die Schaumstoffmaterialien verteilen die Aufprallenergie großflächiger und dämpfen Stöße daher besser. Für WintersportlerInnen angenehm sind zudem solche Protektoren, die in eine Weste eingearbeitet sind. Sie lassen sich schnell an- und ausziehen, bieten zusätzlichen Schutz vor Kälte und verrutschen nicht so schnell.