Smarte Fitnesstrainer sind auf dem Vormarsch. Seit der Boom der Hightech-Handys auch den österreichischen Markt erfasst hat, steigt zwischen Bregenz und Wien die Nachfrage nach sportiven Handymodellen. Wer beispielsweise ein staub- und spritzwassergeschütztes Outdoor-Smartphone mit kratzfestem Glasschirm erwirbt, muss sich bei Trips ins Gelände oder beim nächsten Regenschauer keine Sorgen machen. Ohne Apps geht aber auch in diesem Bereich nichts. Egal, ob als Pulswächter beim morgendlichen Joggen, als Kilometerzähler beim Radfahren oder als Wegweiser in den Bergen – die kleinen Programme sind für viele Einsatzzwecke geeignet. Ein österreichisches Unternehmen gehört zu den Trendsettern auf dem Markt.

Trainingspartner

Besonders beliebt sind die kostenlosen Apps bei Joggern, Sprintern und Marathonläufern. Die kleinen Trainingspartner halten automatisch die Zeit, die Distanz, den Kalorienverbrauch, die Geschwindigkeit und die Höhenmeter fest. Voraussetzung ist lediglich ein GPS-Empfänger zur Ortung per Satellit, der heutzutage in den meisten Handys eingebaut ist.

Florian Gschwandtner
Durch die Entwicklung von Sport Apps wurde er und sein Team von Runtastic, als Österreicher des Jahres nominiert.

Von einigen populären Apps werden alternativ auch kostenpflichtige Pro-Versionen angeboten, die neben der Analyse der Trainingsdaten noch weitere Features haben. So kann man sich unterwegs live von den eigenen Freunden anfeuern lassen oder direkt aus der App heraus Fotos versenden. Und wer möglichst viel Fett verbrennen will, lässt sich von seinem virtuellen Trainingsassistenten durch ein spezielles Pulszonentraining coachen.

Vorteil für Radsportler

Auch Biker können vom aktuellen App-Boom profitieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob man eher ein Genussradler oder ein Tour de France-Profi ist: Für jeden Geschmack stehen die passenden Menüoptionen parat. Ein heißer Tipp zur Ergänzung sind die Open Cycle Maps, die Outdoor-Fans mit einer großen Zahl an Radwegen und Tourenvorschlägen aus ganz Europa versorgen. Wer lieber mit dem Mountainbike durchs Gelände pflügt, kann sich ein Mini-Programm mit Herzfrequenz-, Trittfrequenz- und Geschwindigkeits-Sensoren aufs Smartphone laden. Übrigens: Der letzte Höhen-Weltrekord wurde 2011 von Claude Balsiger aufgestellt. Der Schweizer erreichte mit seinem Mountainbike einen Gipfel im Himalaya auf 6175 Meter über den Meeresspiegel. Er bewältigte die gesamte Distanz, ohne ein einziges Mal von seinem Rad abzusteigen.

Wettervorhersage

Für so eine Wahnsinnstour braucht man aber auch ein wenig Glück – beispielsweise mit dem Wetter. Da trifft es sich gut, dass clevere Apps für Outdoor-Sportler auch gleich die aktuellen Wetter- und Windvorhersagen auf den Touchscreen liefern. Und wer die aufregendsten Momente mit seinen Freunden oder Bekannten teilen möchte, hält einfach mit der Smartphone-Cam drauf. Bei der nächsten Verschnaufpause kann man dann die Bilder auf Facebook & Co. oder ein Fitnessportal hochladen, auf dem sich Gleichgesinnte über ihren Lieblingssport austauschen.

Das Trainieren mit dem Smartphone macht also richtig Spaß und kostet nur ein wenig Speicherplatz, um eine der coolen Apps in den Smartphone-Speicher zu laden. Dann kann’s losgehen: Der clevere Fitness-Assistent zeichnet via GPS alle wichtigen Parameter auf und präsentiert sie appetitlich auf dem Touchscreen. Wer sich ein bestimmtes Zeit- oder Distanzziel setzen möchte, lässt sich von Extra-Features wie einem integrierten Sprachcoach begleiten. Zusätzlich steht Profi- wie Freizeitsportlern das Online-Portal mit Trainingstagebuch, Körperdatenverwaltung und zahlreichen Tipps zur Verfügung. Und für die kalte Jahreszeit gibt’s seit kurzem sogar Apps zum Muskelnstählen in der guten Stube.

Erfolgsstory

In den einschlägigen Internet-Stores stehen Hunderte von Sport-Apps zur Wahl. Doch was ist das Geheimnis hinter den über 15 Millionen Downloads der Linzer App-Schmiede runtastic? Firmenchef Florian Gschwandtner, der in diesem Jahr zum „Österreicher des Jahres“ nominiert war, lacht: „Ein tolles Team mit jungen, motivierten und exzellenten Personen, welche auch über den Arbeitsalltag hinaus Freundschaften pflegen, gemeinsam Sport treiben oder auch mal Party machen!“ Dann fügt er ernsthaft hinzu: „Für uns ist wichtig, dass der Nutzer die bestmögliche User-Experience bekommt. Außerdem legen wir großen Wert darauf, stets am neuesten Stand der Technik zu sein. Wir haben Funktionen entwickelt, die einmalig sind. Ich denke da zum Beispiel an unser Google Earth-Feature, mit welchem der Nutzer seine sportlichen Aktivitäten direkt aus der App in 3D sehen kann.“

Aber auch wer kein Smartphone besitzt, kann am mobilen Fitness-Boom teilhaben zum Beispiel mit einer schicken Sportuhr, die GPS-Funktionen unterstützt.