Wie lange beschäftigen Sie sich selbst schon mit Hunden?

Bei mir hat es mein Leben lang Jagdhunde gegeben. Mein Vater war auch schon Jäger und hatte Jagdhunde, dadurch bin ich damit groß geworden. Meinen ersten eigenen Jagdhund bekam ich im Jahr 1981, einen Kleinen Münsterländer Vorstehhund.

Was ist ihre erste Erinnerung mit Hunden?

Ich erinnere mich, dass sie ständig um mich waren, dass ich sie immer als Partner und im Kindesalter als Spielkamerad gesehen habe. In weiterer Folge habe ich begonnen, sie als Jagdpartner zu sehen.

Was bedeutet ein Hund für Sie – abseits der Jagd?

Für mich waren Hunde immer mit der Jagd verbunden, aber natürlich haben sie auch eine gewisse soziale Funktion. Mein Hund gehört bei mir ständig dazu, er ist mein Partner bei der Jagd und gehört ebenso zur Familie.

Aus Ihrer Sicht: Wer braucht denn einen Jagdhund?

Einfach gesagt: Ein Jäger braucht einen Jagdhund. Zwar nicht jeder, aber viele benötigen ihn im Revier. Es gibt unterschiedliche Einsatzgebiete für Hunde: Vor dem Schuss, nach dem Schuss, zum Zustandebringen des Wildes und so weiter. Der Jagdhund ist ein Teil der weidgerechten Jagdausübung – ohne einen gut ausgebildeten Jagdhund sollte man nicht zur Jagd oder Nachsuche gehen.

In einigen Landesjagdgesetzen sind Hunde vorgeschrieben, aber die Jägerschaft erfüllt das in der Regel sowieso. In Niederösterreich etwa haben wir über 2000 geprüfte Jagdhunde.

Was hat sich aus Ihrer Erfahrung in jüngerer Vergangenheit getan?

In letzter Zeit werden verstärkt Ortungsgeräte eingesetzt, damit nachvollzogen werden kann, wo sich der Hund bei Nachsuchen oder Stöberjagden gerade befindet. Auch Hundeschutzwesten bei Schwarzwildjagden verbreiten sich, und manche geben ihren Hunden Kameras mit, um die Leistung bei der Nachsuche besser feststellen und die Ausbildung dementsprechend anpassen zu können.

Wie finde ich den richtigen Hund für mich?

Das hängt vom Revier und dem vorhandenen Wildbesatz ab, je nachdem, ob es eher Niederwild oder Schalenwild gibt. Nehmen Sie den Hund für jene Anforderungen, unter denen Sie in aller Regel jagen. Dazu kommt die Frage nach der Unterbringung.

In Wohnungen kann man nur wenige Rassen halten. Ist der Garten groß genug? Haben Sie die Zeit, dem Hund genug Beschäftigung zu geben? All diese Fragen sollte man sich stellen, dann ergibt sich die Auswahl des richtigen Hundes.