Sollte die Entfernung zwischen dem eigenen Wohnort und dem Jagdrevier zu groß sein, kann eine Hütte im Revier das Leben des Jägers deutlich vereinfachen. Auch als Sammelplatz während Treibjagden und als Ausgangspunkt zur Jagd ist es praktisch, einen Stützpunkt vor Ort zu haben. Und neben all diesen Aspekten darf natürlich auch die Traditionspflege nicht vergessen werden. In der Hütte sitzt man mit Jagdkollegen zusammen und muss zu später Stunde nicht mehr nach Hause fahren.

Wo?

Nur wo stellt man die Hütte am besten hin? Der ideale Platz liegt möglichst zentral am Revierwegenetz, im Idealfall mit einer guten Rundumsicht über das Revier. Ein Hügel oder Hang bietet sich an. Und aus Sicherheitsgründen sollte man auf zwei Punkte achten, die gern übersehen werden:

Die Jagdhütte sollte möglichst nahe an einer Quelle oder einem Bach liegen, aber auf keinen Fall in einem Rutschgelände oder in einer Hochwasserzone stehen. Der zweite wichtige Punkt ist die Erreichbarkeit. Sollte bei der Jagd ein Unfall passieren oder sich jemand verletzen, ist ein stabiles Handysignal sehr von Vorteil.

Funktion?

Ist der ideale Standort einmal gewählt, sollte man sich die Frage stellen, welche Funktionen sie erfüllen muss. Soll es eine feste Unterkunft für mehrere Tage und Nächte sein? Soll sie das ganze Jahr über benutzbar sein, sprich: tut eine Heizung Not? Wie viele Jagdkollegen möchte man beherbergen können? Und nicht zuletzt sollte man sich die Frage stellen, wie man sanitäre Möglichkeiten schafft.

Bauweise?

Eine Holzbauweise empfiehlt sich nicht nur wegen der Nähe zur umliegenden Natur, sondern auch durch die natürliche Dämmung, die Naturstämme bieten. Auch sollte man bei den Dimensionen nicht aus den Augen verlieren, dass es eine Jagdhütte bleiben soll, kein Wochenendhaus. Eine Trennung von Wohn- und Lagerräumen sorgt für deutlich mehr Gemütlichkeit.

Bewilligung?

Bei allem Enthusiasmus sollte man nicht vergessen, dass vom Einverständnis des Grundeigentümers über die Flächenwidmungspläne bis hin zur Rodungsbewilligung und dem Wegerecht auf nicht öffentlichen Straßen zahlreiche behördliche Aspekte bedacht werden wollen, bis eine Jagdhütte steht. Doch dann steht dem geselligen Jagdvergnügen nichts mehr im Weg.