Die meisten von uns sind im Alltag einer extremen Schnelllebigkeit ausgesetzt: kaum jemand, der sich nicht ständig gestresst fühlt. Dazu kommen die Umwelt- und Luftverschmutzung, steigender Lärmpegel, steigende Mobilität, Bewegungsmangel und vieles mehr. Kein Wunder also, dass immer mehr Menschen unter sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Rückenschmerzen, Diabetes, Burn-out, Depressionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden.

Das beste Rezept, diesem Alltagswahnsinn zu entkommen, ist einen Gang runterzuschalten, entschleunigen und ab nach draußen. Durch eine schöne Landschaft zu wandern, den Duft von Pilzen, trockenem Laub oder Heu, Harz oder Erde zu riechen, das Plätschern eines Baches zu hören – all das macht uns froh und die Endorphine beginnen zu jubeln.

Sogar die Gesundheitsforschung belegt die positiven Effekte der Natur auf die menschliche Gesundheit. Schon während eines Waldspaziergangs werden Stresshormone abgebaut und der Blutdruck sinkt.

Jetzt heißt's tüchtig Sonne und Energie tanken und für die dunkle, kühle Jahreszeit das Immunsystem zu stärken. Und am besten nimmt man gleich ein paar Freunde mit, denn gemeinsam tut die Bewegung in der Natur doppelt gut. Endlich gibt es ausreichend Zeit und Muse zum Austauschen, Plaudern und gemeinsam Genießen.

Auch Kinder können in jeder Altersklasse Spaß beim Wandern haben – hier ist die richtige Tourenwahl entscheidend dafür, ob es Raunzerei oder Begeisterung gibt. Am besten wählt man eine Route, die entlang eines kleinen Baches, vorbei an Burgen oder Ruinen, Hütten mit Spielplätzen oder ähnliches führt.

Nur wohin soll es gehen, was sollte man unbedingt beachten und was auf Tour mitnehmen? Klickt am besten auf www.tourenportal.at rein. Hier sind über 4.000 Tourenvorschläge, mit allen Detailinformationen wie Dauer, Höhenmeter, beste Jahreszeit, Wegbeschaffenheit, GPS-Daten, Fotos der Tour und vieles mehr kostenlos abrufbar. Eine umfassende Tourenplanung entscheidet, wie schön das Erlebnis letztendlich werden wird. An erster Stelle nach der Wahl der richtigen Tour ist der Check des zu erwartenden Bergwetters.

Berge können vieles sein: Kraftplatz, Erholungsraum, Lebensschule oder pure Faszination. Sie haben aber auf jeden Fall ihre eigenen Gesetze. Was ist also für eine sichere Tour zu beachten? Gerade Wanderungen verleiten zu Leichtsinn!

Selbst wenn die Tour bereits bekannt ist und sie keine Schwierigkeiten beinhaltet, unbedingt Wegbedingungen, Ausrüstung, das Wetter und – ebenso wichtig – die eigene Fitness checken!

Über welche „Grundfitness“ man verfügt, kann man grob durch sehr flottes Auf- und Abgehen austesten. Kann man dabei noch mit seinem Partner plaudern und hält das auch noch ca. eine Stunde lang durch, ohne das Gefühl zu bekommen, ans persönliche Limit zu gelangen, ist man grundsätzlich für anspruchsvollere Bergtouren fit.

Aber man kann es ja auch mal gemütlich angehen, ganz nach dem Motto „Wer gehen kann, kann auch wandern“. Zumindest auf kurzen, überwiegend ebenen Strecken. Man beginnt mit flachen, einfachen Touren und steigert die Belastung behutsam. Etwa so: War eine Tour mit 1,5 Stunden Gehzeit und ca. 200 hm kein Problem, dann visiert man als nächstes zwei Stunden und 300 hm an.

Gerade zum Bergwandern gehören leider immer wieder Unglücke, welche auf Herz-Kreislauf-Versagen zurückzuführen sind oder anderes ausgedrückt: auf körperliche Überforderung. Daher bitte kein Leistungsdruck und keine Selbstbeweisungen am Berg. Der (Natur-)Genuss und die Erholung sollten bei jeder Tour im Vordergrund stehen.

Und was darf nun im Rucksack keinesfalls fehlen? Auf alle Fälle sollten ausreichend Getränke, eine gesunde Jause, Witterungsschutz (vor Regen und Wind), Orientierungshilfen (gedrucktes Kartenmaterial, eine Routenbeschreibung oder eventuell GPS-Geräte), ein voll aufgeladenes Handy, Erste-Hilfe-Paket und eventuell ein Biwacksack eingepackt werden.

In diesem Sinne wünsche ich einen genüsslichen Herbst und solltet ihr nicht alleine on Tour sein wollen, dann schaut's am besten bei den Naturfreunden Österreich vorbei.