Im Wald kann man nicht schlecht gelaunt sein. Diese Volksweisheit bestätigt sich rasch, nachdem wir unter das kühlende, sauerstoffreiche Blätterdach eingetaucht sind. Der Wald als Gesamtorganismus der verschiedensten Lebensformen. Hier findet ein reger Informationsaustausch statt, sei es über die Wurzeln und Pilzfäden im Boden oder über die Botenstoffe (Terpene) der Baumkronen.

Bäume kommunizieren ständig, führen einander Nährstoffe zu und warnen ihre Nachbarn, wenn Gefahr droht. Diese Duftmoleküle, die sauerstoffreiche, gefilterte Atemluft, das gekühlte, ausgeglichene Klima des naturnahen Waldes werden von uns intensiv wahrgenommen und über die Haut und Lunge aufgenommen. Damit entsteht nicht nur eine Beruhigung und Entspannung, das Immunsystem wird angeregt, die Blutwerte verbessern sich und eine Gesundung für Körper und Seele tritt ein.

Dieser Biophilia-Effekt wird immer mehr von der Medizin genützt. Für den Waldbesucher gilt, dies in Ruhe, bewusst und langsam aufzunehmen. Dann wird der Aufenthalt im Wald zur Therapie, zum Jungbrunnen, zum vielgepriesenen Waldbad.

Unendlich vielseitiger Nutzen

Unsere Bäume, die vor allem in natürlicher Umgebung aufwachsen, erzeugen einen stabilen, langlebigen Rohstoff, den wir für uns bestens verwenden können. Holz als Baustoff für unsere Häuser, Möbel, Gegenstände ist nicht nur genial, er ist auch gesund. Immer öfter wird Holz für Häuser, Böden und Wände unbehandelt oder nur sanft geölt bzw. gewachst eingesetzt.

Wir sollten uns mit der Natur wieder versöhnen und verstehen, dass wir ein Teil von ihr sind.

Damit kann das Holz atmen, jahrzehntelang seine Duftstoffe, ätherischen Öle oder Tannine verbreiten. Zirbenholz verlangsamt unseren Pulsschlag und kann – in Schlafzimmern eingesetzt – unsere Schlafqualität wesentlich verbessern. Eichen- und Eschenholz sind antibakteriell und als Fußboden, Tischplatten oder Schneideunterlagen sauberer und keimfreier als jeder Kunststoffbelag. Dies beweisen zahlreiche Studien und Vergleiche z. B. mit Kunststoffbelägen und Rohholzmöbeln.

Das Gift aus Kleber, Lacken und Überzügen gehört ein für allemal aus unseren Lebensbereichen verbannt. Nur zum Heizen sollte man Holz sparsam verwenden, denn, obwohl es nachwächst, ist der Rohstoff Holz viel zu wertvoll! Holz sollte vorrangig für nachhaltige und langfristige Nutzung verwendet werden. Denn ein Baum unserer Heimat braucht meist 100 Jahre, um erwachsen zu werden!

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