Hunde und Freigängerkatzen brauchen kontinuierlichen Schutz vor Zecken und Flöhen, denn die beißen. Die Bissstellen jucken, können sich entzünden und schmerzen. Zudem besteht die Gefahr, dass die Blutsauger Erreger von Krankheiten übertragen – auf das Tier und seinen Halter.

Warum der Schutz vor Zecken und Flöhen nötig ist

Flöhe können Wurmlarven auf Hunde übertragen und bei Katzen Infektionen auslösen. Je nach Art und Herkunft der Zecke drohen einem von ihr gebissenen Hund Krankheiten wie Borreliose, Babesiose, Anaplasmose, Ehrlichiose und – wenn auch selten – FSME. Gefährlich für den Menschen sind Zeckenbisse, bei denen Bakterien der Gattung Borrelia übertragen werden und eine der Borreliose-Infektionen auslösen. Auch die Frühsommer-Meningitis (FSME), eine Hirnhautentzündung, kann bei Zeckenbissen auf den Menschen übertragen werden.

Chemische Mittel gegen Flöhe und Zecken bringen oft Nebenwirkungen

Chemische Mittel gegen Zecken arbeiten mit Pestiziden, darunter Nervengifte. Sogenannte Spot-on-Präparate beispielsweise sollen zwei bis vier Wochen wirken, wenn die Parasiten nicht schon Resistenzen entwickelt haben. Die Gifte werden aus Einwegpipetten auf Nacken oder Schwanzansatz von Hund und Katze geträufelt und kommen so direkt in Kontakt mit der Tierhaut, teilweise dringen sie gar in die Haut ein. Die häufigste Folge: Eine Überempfindlichkeitsreaktion, die sich insbesondere bei Jungtieren und Tieren mit schwachem Immunsystem mit Übelkeit, Erbrechen und kontinuierlichem Jucken zeigt. Schlimmstenfalls bilden sich Ekzeme auf der Haut.

Das Zusammenleben mit einem Vierbeiner birgt die Gefahr, dass auch die Halter beim Pflegen und Schmusen mit ihrem Liebling in Kontakt mit den giftigen Chemikalien kommen und ihre Nebenwirkungen spüren. Wer das – insbesondere für Kinder im Haushalt – ausschließen möchte, der kann zu natürlichen Antifloh- und Antizeckenmitteln greifen.

Natur wirkt natürlich gegen Flöhe und Zecken

Mittlerweile gilt eine ganze Reihe natürlicher Mittel als wirksame Abwehr gegen Flöhe und Zecken, darunter Knoblauch, Bierhefe, ätherische Öle wie Thymian, Oregano, Wacholder, Grapefruit, Myrrhe, Rosenholz und Geraniol, Kokosöl und Zistrose. Auch Babypuder und Kieselgur wird eine Wirksamkeit gegen Zecken und Flöhe nachgesagt. Ebenso Ketten aus unbearbeitetem, echtem Rohbernstein.

Die Wirksamkeit der natürlichen Mittel ist unterschiedlich, sowohl von Mittel zu Mittel als auch von Tier zu Tier. Hier gilt es für den Halter, das Abwehrmittel zu finden, dessen Anwendung das Tier gut über sich ergehen lässt und das zugleich gut schützt. So ist das tägliche Auftragen von Kokosöl mit seiner nachweislich Zecken abwehrenden Laurinsäure wohl eher bei Kurzhaarfellen machbar, langes Fell würde davon schnell verzotteln. Dafür hält sich Babypuder im Langhaarfell für einige Tage und trocknet dort den Panzer von Schädlingen aus. Testen Sie's aus – natürlich!