Flöhe treten leider nie allein auf. Von den als Parasiten geltenden kleinen Quälgeistern gibt es in unseren Breitengraden insgesamt etwa 70 verschiedene Arten. Doch am häufigsten tritt der so genannte Katzenfloh auf – und zwar nicht nur bei Katzen, sondern entgegen der Bezeichnung auch bei Hunden. Die Flohsaison startet im Frühjahr und endet erst spät im Herbst wieder.

In der Zwischenzeit plagen sie sowohl Haustier als auch Menschen. Immerhin können über Hund, Katze und Co. Flöhe in die eigenen vier Wände gelangen und so schließlich auch für den Menschen zum Problem werden.

Blutsauger sind nicht wählerisch

Leider sind Flöhe nicht besonders wählerisch, was ihren Wirt betrifft. Ob Haustier oder Mensch ist ihnen nämlich (relativ) egal. Zumindest begünstigt eine Umgebung, die warm, feucht und keine direkte Sonneneinstrahlung hat, die Vermehrung von Flöhen. Während sich Flöhe entwickeln, verpuppen sie sich zu Beginn.

In dieser Phase sind Flöhe sehr gut gegen jegliche Form von Insektiziden aber auch Umwelteinflüsse geschützt und können sogar bis zu sechs Monaten in dieser Form überleben. Entwickeln sich aus den Puppen schließlich die uns bekannten Flöhe, müssen sie – um überleben zu können – einen Wirt finden und Blut saugen.

Teufelskreis Flohentwicklung

Obwohl Flöhe auf Haustieren zumeist nur ein bis drei Wochen überleben können, da sich etwa Hund oder Katze bei der Fellpflege der kleinen Quälgeister entledigen, legen Flöhe innerhalb kürzester Zeit Eier ab. Wenn diese nicht am Tier haften bleiben, fallen sie logischerweise zu Boden und schlüpfen wiederum.

Genau aus diesem Grund werden Flöhe dann auch für den Menschen ärgerlich. Die Larven ernähren sich anschließend von Flohkot und Hautschüppchen und verkriechen sich als lichtscheue Wesen in dunkle Ecken oder Fasern. Von dort beginnt der Kreislauf bis zur Verpuppung und dem Schlüpfen der Flöhe erneut.

Quälgeister effektiv bekämpfen

Was aber nun tun, wenn das Haustier von Flöhen befallen ist? Immerhin vermehren sich Flöhe rasend schnell, da Flohweibchen täglich zirka fünfzig Eier legen können. Zentral ist, dass die Flöhe in all ihren Entwicklungsstadien bekämpft werden – sei es als Ei, Puppe, Larve oder erwachsener Floh. Und das kann an am Anfang bis zu zwei Wochen dauern, bis eine rasche Verbesserung eintritt. So können mit Spot-On-Behandlungen Flöhe direkt am Tier entfernt werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass nicht nur der Wirt behandelt wird, sondern auch die Umgebung, etwa mit Sprays. Präventiv können gegen Flöhe auch Halsbänder zum Einsatz kommen oder Tabletten verabreicht werden. Nach Beratung mit einem Tierarzt können so Flöhe nicht nur akut, sondern auch vorsorglich bekämpft werden.