Wer Spaß daran hat, kleine Lebensräume zu gestalten, aber keinen großen Wert auf Schmusestunden mit seinem Heimtier legt, für den ist ein Goldhamster oder ein kleiner Zwerghamster der richtige Hausgenosse.

Was bietet ein Hamster als Haustier?

Die größeren Goldhamster sind dem Menschen gegenüber häufig sehr zurückhaltend und da sie gern nachts unterwegs sind, ist mitunter nur an den Spuren im Gehege zu erkennen, dass hier ein Hamster wohnt. Die kleineren Zwerghamster sind mitunter aufgeschlossener und manche Zwerghamster lassen sich sogar auf der Hand des Halters ein wenig kraulen. Fast alle Hamster sind neugierig und holen sich Leckerchen aus der Hand.

Aber inniger wird die Beziehung zum Halter üblicherweise nicht und für Kinder sind die kleinen Nachtschwärmer nicht geeignet.

Wo ist der Unterschied zwischen Zwerg- und Goldhamster?

Die ganz kleinen Roborowski gehören, ebenso wie die flinken und kletterfreudigen Chinesischen, die freundlichen Dsungarischen und ihre engen Verwandten, die farbenfrohen Campbell, zu den Zwerghamstern. Sie sind relativ klein, zwischen 8 und 11 cm lang und wiegen nur zwischen 30 und 60 g. Goldhamster, zu denen auch die langhaarigen Teddyhamster gehören, werden hingegen bis zu 19 cm lang und können zwischen 80 und 160 g wiegen.

Alle Hamster verfügen über die charakteristischen Backentaschen, in denen sie den Futtervorrat für einen Tag unterbringen.

Natürliche Lebensweise

Während die Zwerghamster in freier Wildbahn teilweise auch als Paar oder in Gruppen zusammenleben, sind Goldhamster strikte Einzelgänger und treffen nur zur Paarung zusammen. Alle Hamster graben sich unterirdische Gangsysteme und Höhlen, in denen sie die heißen Tage ihrer Heimat verbringen. In der Dämmerung und nachts gehen sie auf Nahrungssuche und transportieren das Futter dann in den Backentaschen zum Bau.

Der Lebensraum

So klein Hamster auch sind, sie brauchen viel Platz, um all ihre Bedürfnisse auszuleben. Eine 20 cm dicke Schicht aus einem Einstreu-/Heugemisch bietet den emsigen Tieren die Möglichkeit, Gänge zu graben. Ein fertiges Mehrkammernhaus wird angeboten, damit sie einen sicheren Rückzugsort haben. Viele Tunnel aus Holz, Kork, Pappe oder ähnlichen Materialien in und auf der Einstreu bilden natürliche Gangsysteme nach und bieten Abwechslung.

Ein Bereich, der mit speziellem Chinchillasand ausgestreut ist, sollte nicht fehlen. Gerade die kleinen Roborowskis laufen mit ihren pelzigen Füßen gern über Sand.

Alle Zwerghamster benötigen den Sand zur Fellpflege, manche ziehen im Sommer gern in den Sandbereich, um sich abzukühlen.

Damit die kleinen Wesen hin und wieder auch richtig losrennen können, brauchen alle Hamster ein geeignetes Laufrad. Modernen Laufräder sind sehr groß, ab 20 cm für Roborowski, bis gut 30 cm für Goldhamster, denn darin können sie mit geradem Rücken laufen. Damit das alles und noch viel mehr in das Gehege passt, sind Aquarien oder spezielle Nagarien ab einer Größe von 100 x 50 x 50 cm die richtige Wahl.

Was fressen Hamster?

In erster Linie sammeln Hamster in freier Wildbahn Sämereien von verschiedenen Kräutern und Gräsern. Ein kleiner Anteil Getreide wird gerade von den Goldhamstern bevorzugt. Dazu lieben alle Hamster frisches Grünfutter von der Wiese wie Löwenzahn, Gräser und weitere Kräuter. Das frische Grün darf auch gern mal mit Erde direkt aus dem eigenen Garten entnommen werden, darin finden die Hamster sicher auch noch das eine oder andere Tierchen zum Verspeisen, denn sie sind keine Vegetarier und benötigen auch hin und wieder tierisches Eiweiß.

Weitere Eiweißquellen sind auch ungewürzter Tofu, Heimchen, Grillen und Mehlkäferlarven. Gemüse wie Gurken, Paprika und Möhren wird frisch und in kleinen Mengen getrocknet gern genommen. Obst sollte bei Goldhamstern eine seltene Ausnahme bleiben, die Zwerghamster müssen auf Obst und andere stark zuckerhaltige Futtermittel ganz verzichten, da sie zu Diabetes neigen. Hin und wieder gibt es dazu noch ein Leckerchen in Form von Sonnenblumenkernen oder Nüssen.