Weil die Milchzähne den Weg für die bleibenden Zähne ebnen, müssen auch sie schon sorgsam gepflegt werden. Entzündete Milchzahnwurzeln stören die gesunde Entwicklung der nachfolgenden Zähne möglicherweise empfindlich. Und Infektionen an den Zahnhälsen führen mitunter zu Abszessen und geschwollenen Wangen. Das erste Gebiss ist zudem bedeutsam für die Ausbildung des Kiefers und unterstützt das Sprechen. Und fallen die Frontzähne zu zeitig aus, kann das die Lautbildung beeinträchtigen.

Erste Schritte

Geputzt wird bereits Babys erster Milchzahn: mit einem Wattestäbchen oder Waschlappen, falls die Kinderzahnbürste noch nicht akzeptiert wird. Täglich morgens und abends sollten die Milchzähne mindestens zwei Minuten lang geputzt werden. Bis ins Schulalter hinein brauchen Kinder hierbei eine „Erfolgskontrolle“. Das heißt, dass die Eltern gegebenenfalls nachputzen müssen.

Dafür empfehlen viele Zahnärzte Eltern und Kindern die „KAI-Methode“. „KAI“ steht für die Reihenfolge, in der die Zähne geputzt werden sollen: Erst die Kauflächen, dann die Außenflächen und zum Schluss die Innenflächen. Zunächst kann das Kleinkind nur die Kauflächen selbst putzen. Später erlernt es die Kreisbewegung für das Putzen der Außenfläche und zur Zeit des Schulbeginns kann es dann auch schon die Innenflächen bürsten.

Gute-Laune-Zahn

Um dem täglichen Zähneputzen zur besseren Akzeptanz zu verhelfen, macht man es am besten zu einem Ritual. Nach dem Frühstück und nach dem Abendessen geht am besten die ganze Familie Zähne putzen. Beim Rollentausch schrubbelt dann das Kind den Eltern die Zähne oder macht die Erfolgskontrolle. Auch mit Musik oder einer Sanduhr wird das Zähneputzen abwechslungsreicher.

Die selbst ausgesuchte Zahnbürste und Zahnpasta muss man schließlich auch benutzen! Dabei ist eine Kinderzahncreme mit leichtem Minze-Geschmack geeigneter, denn so fällt der Übergang zu einer „Erwachsenen-Zahnpasta“, die ab dem sechsten Lebensjahr verwendet werden sollte, leichter.

In Geschichten können die Zähne zu Freunden werden, die von der Zahnfee beschützt und vom Zahnmonster bedroht werden. Oder das Zahnteufelchen hüpft durch den Mund und labt sich an Essensresten. Bilderbücher können dem Kind helfen, die Prozesse und die Wichtigkeit des Zähneputzens zu verstehen.