Draußen im Schnee zu toben zählt zu den schönsten Kindheitserfahrungen. Weil im Winter aber oft eisige Temperaturen und schlechtes Wetter herrschen, stehen Eltern häufig vor der Frage, welche Möglichkeiten der Freizeitgestaltung sie ihren Kindern innerhalb der eigenen vier Wände „zu bieten“ haben. Zusätzlich führen Erkältungen und Schnupfen dazu, dass Kinder nicht mit ihren Altersgenossen spielen können und eine gezielte Beschäftigung brauchen.

Eltern, die bewusst zu pädagogisch wertvollen Spielsache greifen, bieten ihren Kindern zahlreiche Vorteile. Diese Art von Spielen sorgt einerseits für Unterhaltung und ermöglicht andererseits ein spielerisches Lernen. Außerdem fördern Lernspiele gewisse Fähigkeiten und haben einen hohen Spielwert.

Kinder aktiv fördern

Eltern sollten beim Kauf von Lernspielzeug in erster Linie darauf achten, welche Fähigkeit dabei unterstützt wird und ob es für das Alter des Kindes geeignet ist. Welche Stärken hat das Kind zurzeit, womit hat es noch Schwierigkeiten? Wichtige Aspekte sind auch Sicherheit, eine ansprechende Gestaltung und ob das Kind selbstständig damit spielen kann. Auch Informationen über aktuelle Lieblingsbeschäftigungen und Interessen des Nachwuchses helfen bei der Auswahl.

Bewegungsabläufe lernen

Die Motorik, also die Bewegungsfertigkeit, ist eine der wichtigsten Fähigkeiten, die Lernspielzeug vermittelt. Zu ihr gehören auch Ausdauer und Kondition, Kraft, Beweglichkeit, Koordination und Körperbeherrschung, Schnelligkeit und Reaktionsfähigkeit sowie Gleichgewicht. Zu den grobmotorischen Fähigkeiten zählen etwa Krabbeln oder Klettern. Die Feinmotorik baut darauf auf und beinhaltet zum Beispiel Schreiben oder Zeichnen. Spiele, die die Motorik fördern, reichen von Stapeltürmen über Bälle bis hin zu Sortier- und Legespielen.

Kreative Ideen

Neben der Motorik regen pädagogisch wertvolle Spielsachen auch Kreativität und Fantasie an. Denn Kinder sind ganz von selbst kreativ, wenn man ihnen die richtigen Spielsachen in die Hand gibt. Es liegt in ihrer Natur, Dinge zu erforschen und neugierig zu sein. Weil sie noch keine gesellschaftlichen Konventionen kennen, haben sie die Fähigkeit, ausgefallene Ideen zu entwickeln. Das Experimentieren mit Formen und Farben macht zudem großen Spaß.

Logik aneignen

Logisches Denken ist eine weitere wichtige Grundlage, die Kinder nach und nach lernen müssen. Das spielerische Entdecken von Mengen, Zahlen, Farben und Formen fördert das logische Denkvermögen der Kleinen. Beim Zusammenbauen von Holzwürfeln, beim exakten Einwerfen von Figuren in Fädelkästen oder bei einer Lern-Steckuhr haben die Kleinen ihre Freude.

Gedächtnis trainieren

Der Großteil der Gedächtnisentwicklung von Kindern beginnt mit etwa vier Jahren. In diesem Alter fangen sie an, einfache Mengen- und Zeitbegriffe zu verstehen. Spielsachen wie Puzzles oder Memorys fördern diese Fähigkeit. Auch das Lernen von Liedern und Geschichten ist eine gute Übung, die obendrein recht leicht fällt.

Sprache entwickeln

Kinder gehen normalerweise sehr kreativ mit Sprache um und lernen am besten, wenn sie in den Alltag eingebunden ist. Die Entwicklung der Sprache kann aber auch gezielt mit pädagogisch wertvollem Spielzeug gefördert werden. Beliebt sind zum Beispiel Buchstabenspiele oder Sprach- und Liederspiele zum Anhören und Mitmachen.