Wer Winterurlaub machen möchte, hat die Qual der Wahl. Um trotz der Angebotsfülle das Passende zu finden, müssen Sie zuerst die wichtigsten Fragen klären, die da wären: Wohin soll's gehen? Inland oder Ausland? Wollen Sie den Winter in den Bergen oder an der Küste erleben? Brauchen Sie Schnee?

Wollen Sie sich auspowern, Power tanken oder beides verbinden: Sport und/oder Wellness? Sind Sie Wintersportler: Anfänger oder Fortgeschrittener? Wollen Sie Trubel, Jubel, Heiterkeit (Skigebiet mit Ski- und Aprés-Ski-Kultur) oder Ruhe und Gelassenheit? Reisen Sie allein oder mit der Familie?

Winterurlaub – nur mit Schnee!

Für eine Skination wie Österreich ist Schnee Voraussetzung für einen gelungenen Winterurlaub. Doch in Zeiten globalen Klimawandels garantiert die Jahreszeit Winter längst nicht mehr Schnee, schon gar nicht in pulvriger Pistenqualität. Dennoch gibt es Hinweise auf nahezu schneesichere Urlaubsregionen – sie liegen allesamt höher als 1.800 Meter. In den österreichischen Alpen gilt das Dorf Obergurgl im Ötztal ab Mitte November bis Mai als schneesicher.

Wegen des sogenannten Nordstaus der Alpen soll es auch am Arlberg an 150 bis 165 Skitagen je Saison Schnee geben. In der Schweiz sind Ski-Adressen wie Matterhorn-Zermatt, St. Moritz und Davos-Klosters schneesicher und in Deutschland Oberstdorf Kleinwalsertal, die Zugspitze und das Skigebiet Winterberg.

Skiurlaub – nur mit Skipass!

Ein großer Posten des Urlaubsgeldes geht im Skiurlaub oft für den Skipass drauf. Den gibt’s als Tages-, Mehrtages- oder Saisonkarte für ein oder mehrere Skigebiete. Der Skipass ist Eintrittskarte für die Skigebiete und Fahrticket für Skilifte und Seilbahnen, oft beschert er zudem Rabatte im Einzelhandel dort.

Ein Vergleich der Skipasspreise kann den Ausschlag für den Urlaubsort geben. Vor allem für Familien mit Kindern, für Schüler, Auszubildende und Senioren gibt es häufig günstige Angebote. Tipp: Wer vorab online eine sogenannte KeyCard kauft, spart mit der Art Prepaid-Karte oft Kosten vor Ort.

Alternativen zum Skisport

Neben dem Skisport bieten Wintersportregionen heute viele weniger klassische Sportarten an, darunter das bei uns in Österreich „erfundene“ Zipfelbobbing (Rodeln mit dem Zipfelbob, einem Plastiksitz mit Bremshebel), Schneeschuhlaufen im Bayerischen Wald, Eisklettern an gefrorenen Wasserfällen im Tauferer Ahrntal (Italien) oder an künstlichen Eisklettertürmen, Eislaufen auf Amsterdams gefrorenen Grachten, Eisangeln in der finnischen Region Kuusamo nahe der Grenze zu Russland, Heli-Skiing am schweizerischen Monte Rosa oder Speedflying (ein Mix aus Skifahren, Gleitschirmfliegen und Kitesurfen) in Frankreich.

Winterurlaub ohne Wintersport

Winterurlaub heißt nicht automatisch Wintersporturlaub. Viele Wintersportregionen haben sich auch ein Wellnessprofil zugelegt, so dass Sie nahezu überall Gelegenheit zum Entspannen und Auftanken finden: Bei einer Nachtwanderung im Waldviertel, beim Eisfischen im Teich (Feriendorf Gallien) oder bei einer Fahrt im Pferdeschlitten durch die Karwendeltäler, um nur drei Beispiele aus Österreich zu nennen.

Wintersportgepäck packen

Wintersport-Anfänger tun gut daran, sich einen Wintersporturlaub zu buchen, der neben der Einführung in den Wintersport auch die dafür nötige Ausrüstung bietet. Das Mieten derselben spart im Falle der Nichteignung bares Geld. Fortgeschrittene Wintersportler besitzen oft schon wichtige Ausrüstungsgegenstände, da sich das Mieten auf Dauer nicht auszahlt.

Vor Urlaubsantritt sollte die Ausrüstung auf Vollständigkeit und Funktionstüchtigkeit, insbesondere Sicherheit gecheckt und gegebenenfalls ergänzt, ausgebessert oder ersetzt werden. Der Sportfachhandel hat neben den Sportgeräten alles im Angebot, was der Wintersportler braucht, angefangen von der funktionalen Unterwäsche über die Schutzkleidung bis hin zur Sonnen- bzw. Schneebrille.

Tipp: Nehmen Sie sich Zeit zum Anprobieren der Wintersportsachen, denn nur ein optimaler Sitz garantiert Funktion und Sicherheit.

Fit in den Winter(sport)urlaub

Wer winters in Urlaub geht, ganz gleich, ob mehr oder weniger auf die aktive Tour, sollte sich gesund und fit auf den Weg machen. Checken Sie für den Notfall schon vor Reiseantritt die medizinische Versorgung am Urlaubsort und füllen Sie Ihre Reiseapotheke mit dem Nötigsten gegen Schnupfen, Heiserkeit, Husten und Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie leichte Sportverletzungen.

Starten Sie vor Ort bedacht in den Wintersport, vor allem dann, wenn Sie daheim aus der Übung gekommen sind. Steigern Sie Ihr Sportpensum gemäß Ihrer wachsenden Kondition und vergessen Sie nicht: Sie sind im Urlaub! 

Winterurlaub mit Kind

Mit Kleinkindern wird ein Rodeltag zum Gipfel des Winterurlaubs. Sind die Kids älter, führen viele Eltern sie an die traditionellen Familienwintersportarten heran, entweder selbst oder mithilfe professioneller Trainer: Laut der eingangs erwähnten Umfrage ist es beachtlichen 61 Prozent der österreichischen Eltern wichtig, dass auch ihre Kinder Skifahren lernen. Ein familienfreundiches Hotel sorgt für das gemütliche Drumherum! Ski heil!