Die winterliche Variante des Kiteboardings wechselt einfach vom Wasser auf schneebedeckte Flächen. Mit Hilfe eines großen Lenkdrachens (Kite), kann man so mit atemberaubenden Höchstgeschwindigkeiten von 80 bis 120 km/h über Schnee und Eis gleiten. Dabei ist egal, ob man mit Ski oder Snowboard unterwegs ist.

Wer bereits Kiteboarder ist, muss sich nicht unbedingt neues Equipment zulegen. Bedenken sollte man allerdings, dass Eis und Schnee wesentlich härter sind als Wasser und das Material dabei stärker beschädigt wird. Es bietet sich also sehr wohl an in einen Snowkite (Foilkite) zu investieren, der im alpinen Gelände Vorteile aufweist. Außerdem: Schutzausrüstung ist ein Muss. Rückenprotektor und Helm sind bei diesem Sport unverzichtbar.

Vom Wasser aufs Land

Der Vorteil von Snowkiting ist, dass es wesentlich einfacher ist, von einem festen Untergrund zu starten, als sich aus dem Wasser herauszuziehen zu lassen. Somit braucht es weniger Windkraft, um über Schnee und Eis zu gleiten. Deshalb fällt vielen das Erlernen von Snowkiting leichter, weil dabei kein dynamischer Auftrieb erzeugt werden muss. Es muss lediglich der Reibungswiderstand der Ski oder des Snowboards überwunden werden.

Safety first

Dennoch sollte gerade Kite-Neulingen bewusst sein: mitgehangen, mitgefangen! Als Kiteboarder hängt man am Schirm und wenn der Wind seine ganze Kraft entfaltet, ist man unter Umständen schneller auf und davon, als einem vielleicht lieb ist. Daher ist gerade für Anfänger ein mehrtägiger Kurs ein absolutes Muss.

Aber auch wenn man bereits erste Erfahrungen gesammelt hat, hat Vorsicht oberste Priorität. Und wer seinen Ausflug in vollen Zügen genießen möchte, zieht nur bei unbedenklicher Wetterlage mit konstant wehendem Wind los. Außerdem muss die Piste ausreichend schneebedeckt und frei von Hindernissen sein. Dafür gibt’s zum Glück zahlreiche Snowkite-Spots und Schulen, die die passenden Flächen und Bedingungen bieten. So kann der Winter kommen.