Einen lauen Sommerabend mit Abendessen im Freien kann ein gutes Glas Wein noch perfekter machen. Auch hier gilt: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?

Österreich hat eine Vielzahl an Weinbaugebieten, Rebsorten und Winzer, die auch weltweit Beachtung finden. Denn Weinbau hat hier lange Tradition: Schon seit Jahrhunderten werden die günstigen klimatischen Verhältnisse und der gute Boden vor allem im Osten des Landes genutzt. Auch heute noch gedeihen im Burgenland, in Niederösterreich, der Steiermark und in Wien die bekanntesten österreichischen Weine.

Internationale Sorten und österreichische Unikate

Neben klassischen internationalen Sorten wie Riesling, Cabernet Sauvignon oder Weißburgunder, gibt es auch einige autochthone Trauben, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Grüner Veltliner, Blaufränkisch oder Zierfandler trifft man beinahe nur in Österreich. Noch ein österreichisches Unikum ist der Gemischte Satz – seit 2009 ist diese Bezeichnung österreichischen Weinen vorbehalten.

Im Gegensatz zum Cuvée, bei dem Weine später verschnitten werden, besteht der gemischte Satz aus mindestens drei Rebsorten, die zusammen in einem Weingarten angebaut werden. Besonders bekannt ist der Wiener Gemischte Satz – er ist immer weiß und besteht aus bis zu 20 verschiedenen Trauben.

Mahlzeit und Prost

Als Spritzer – gerne auch mit Holunder oder Zitrone aufgepeppt – ist Wein schon lange ein klassisches Sommergetränk. Aber auch pur passt vor allem Weißwein gut zu klassischen Sommergerichten wie Fisch oder leichten Salaten.

Ein vielseitiger Allrounder ist der Grüne Veltliner – hier kann man fast nichts falsch machen. Gut mit Süßwasserfischen harmoniert auch ein trockener Riesling oder ein klassischer Sauvignon Blanc. Grundsätzlich sollte man das Essen eher mir leichten und frischen Weißweinen beginnen – etwa einem Welschriesling oder einem Muskateller. Auch zu hellem Fleisch wie etwa Hendl passen weiße Sorten besser. Hier darf es schon etwas kräftiger sein, etwa mit einem steirischen Chardonnay.

Landet dagegen ein Steak auf dem Grill, empfiehlt sich der Griff zur dichten roten Traube – etwa einem niederösterreichischen Zweigelt oder einem reifen Blaufränkisch. Auch Käse lässt sich am besten mit einem Glas Rotwein genießen. Während beim Weißwein geschmacklich meist eher die Frucht im Vordergrund steht, spielt beim Rotwein auch das Fass und die Lagerung eine tragende Rolle in der Aromenvielfalt.

Zum süßen Abschluss gehört dann auch ein süßer Wein – zum Beispiel eine Beerenauslese. Besonders rund um den Neusiedlersee gedeihen diese Sorten dank des warmen Klimas besonders gut.