Regionalen Produkten den Vorzug geben

Erdbeeren, Kirschen oder Tomaten frisch vom Strauch: In kaum einer anderen Jahreszeit ist es so einfach und gleichzeitig schmackhaft, sich regional und saisonal zu ernähren wie im Sommer.

Österreich ist ein traditionelles Gemüse- und Obstland. Von Kirschen bis zum Kukuruz wächst hier alles – das ist nicht nur gut für die Abwechselung am Teller, sondern auch für die Umwelt. Denn regionale Produkte bedeuten sowohl eine Förderung der österreichischen Bauern und Wirtschaft, als auch geringere Transportdistanzen und damit deutlich weniger CO2-Verbrauch und Umweltbelastung.

Glashaus statt Sonne

Denn häufig werden Lebensmittel aus Kostengründen um die halbe Welt geflogen, um dann in österreichischen Supermärkten zu landen. Wer im Winter etwa zu Beeren greift, muss damit rechnen, dass die Produkte statt Sonne nur ein Glashaus gesehen haben, oft zu früh geerntet werden und dann weite Wege zurück gelegt haben. Das merkt man nicht nur im Geschmack, sondern auch im Nährstoffgehalt.

Lieber auf österreichische Produkte warten – so bleibt auch die Vorfreude auf die ersten Erdbeeren des Jahres groß.

Biologisch essen, Klima schützen

Je größer der Anteil an biologischer Ernährung, desto höher auch der Beitrag zum Klimaschutz – vor allem Fleisch aus Massenproduktion gilt als wesentlicher Faktor in den weltweiten CO2-Emissionen. Inzwischen ist die Ausschilderung in Supermärkten relativ gut, meist kann man schon auf den ersten Blick erkennen, ob ein Lebensmittel aus Österreich stammt.

Dennoch gibt es Unterschiede und eine genauere Betrachtung, was auf den Teller kommt, lohnt sich. Denn Österreich bedeutet nicht unbedingt biologischer Anbau. Nur wer auf Gütesiegel achtet, kann  sicher gehen, dass etwa bei Gemüse und Obst keine Spritzmittel oder Gentechnik eingesetzt oder Tiere artgerecht gehalten wurden.

Vorsicht: Einige Hersteller versuchen mit grafischen Mitteln wie etwa Österreich-Flaggen oder schwammigen Formulierungen Konsumenten zu täuschen. Deshalb sollte man sich zuerst über die verschiedenen Prüfungen und Siegel informieren. In jedem Fall gilt: Auch auf das Kleingedruckte achten.

Inzwischen arbeitet aber vor allem die Europäische Union an einheitlichen Kennzeichnungen: Seit 2012 gibt es das EU-weite Bio-Logo – Produkte mit dem grünen Blatt entsprechen den Kriterien und sind regelmäßigen Kontrollen unterworfen.