5.454 Österreicherinnen erhielten 2014 die Diagnose Brustkrebs, 1.535 Frauen starben daran. Mit 30 Prozent aller Krebserkrankungen, die in dem Jahr bei Frauen diagnostiziert wurden, war Brustkrebs die häufigste und mit 16 Prozent aller Krebssterbefälle die häufigste Krebstodesursache bei Frauen (Quelle: Statistik Austria).

Brustkrebs ist ein Thema, das alle angeht, Frauen und Männer. Letztere übrigens nicht nur als Angehörige erkrankter Frauen, sondern auch als Betroffene: In 2014 erkrankten in Österreich 64 Männer an Brustkrebs, 14 verstarben.

Ihre Chance: Brustkrebs dank regelmäßiger Vorsorge früh erkennen

Die Chancen auf Heilung eines Brustkrebses stehen umso besser, je früher er erkannt und behandelt wird. Dabei spielt die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust eine entscheidende Rolle: Vier von fünf Frauen entdeckten ihren Brustkrebs nämlich selbst.

Zur Vorsorge von Brustkrebs gehört,

  • dass Sie selbst einmal im Monat Ihre Brust abtasten (am besten kurz vor Ende der Menstruation, wenn das Gewebe weich ist),
  • dass Sie Ihre Brust bei der regelmäßigen gynäkologischen Vorsorge von Ihrem Arzt abtasten lassen
  • und dass Sie alle zwei Jahre an der in Österreich für Frauen zwischen 45 und 69 kostenlosen Brustkrebsfrüherkennung teilnehmen, wobei Ihre Brust mit bildgebenden Untersuchungen (Mammografie und Ultraschall) gecheckt wird. Wer jünger oder älter ist, kann die Einladung zur Brustkrebsfrüherkennung übrigens selbst bei der Gebietskrankenkasse anfordern.

Ihre Aufgabe: Brustkrebsvorsorge zur Gewohnheit machen

Die Brustkrebsvorsorge sollten Sie als wiederkehrenden Termin in Ihre Lebensplanung aufnehmen. Wer bei einem Termin schon den nächsten vereinbart, ist auf der sicheren Seite. Nur regelmäßig praktiziert wird Ihnen die Selbstuntersuchung zur Gewohnheit.

Damit Sie sie nicht vergessen, gibt es heute Apps inklusive verständlicher Anleitungen. Auch der Smartphone-Alarm oder ein Aufkleber am Badspiegel kann Sie darauf aufmerksam machen. Und wenn Ihnen das nicht reicht, dann bilden Sie mit einer Vertrauensperson ein Team, sodass Sie sich gegenseitig an die Brustkrebsvorsorge erinnern können. 

Quelle: https://www.statistik.at/web_de/statistiken/menschen_und_gesellschaft/gesundheit/krebserkrankungen/brust/index.html