Als Salat, Suppe oder mit Käse überbacken: Tomaten sind ein extrem vielseitig verwendbares Fruchtgemüse. Nicht nur wegen ihres unverkennbaren Geschmacks sind sie beliebte Küchenklassiker. Sie stehen geradezu für eine gesunde und leichte Ernährung, da sie einen hohen Wassergehalt von rund 94 Prozent aufweisen und niedrig an Kalorien sind. Hinzu kommen zahlreiche Vitamine, die sich positiv auf das Immunsystem auswirken, sowie sekundäre Pflanzenstoffe, Aminosäuren, Spurenelemente und Mineralstoffe.

Lykopin kann vor Krebs schützen

Das in Tomaten enthaltene Carotinoid Lykopin ist nicht nur für die rote Färbung der Früchte verantwortlich, sondern hat auch eine antioxidative Wirkung. Dadurch werden freie Radikale, die in den Körperzellen zerstörerisch wirken können, neutralisiert. Dies kann das Risiko mindern, an bestimmten Krebsarten oder an einer Gefäßverengung zu erkranken.

Gute Tomaten erkennen

Frische Tomaten lassen sich gut an der Farbe erkennen: Sie sind rot und haben einen grünen oder gelben Strunk. Ist die Frucht vollständig grün oder gelb, ist sie noch unreif. Ein zu intensives Rot weist auf Überreife hin. Werden die Tomaten mitsamt der Rispen geerntet, verströmen diese einen intensiven Geruch. Auch Hersteller-Zertifizierungen wie das AMA-Gütesiegel oder die GLOBALG.A.P.-Zertifizierung sind ein Hinweis auf hochwertige Produkte.

Ressourcenschonender Anbau

Die Qualität von Tomaten hängt stark von der Produktionsweise ab. Auf Umwelt und Nachhaltigkeit bedachte Hersteller verzichten auf den Einsatz von Gentechnik und chemischen Pflanzenschutzmitteln. Schädlinge werden mit natürlichen Methoden wie zum Beispiel durch Marienkäfer bekämpft.

Für die Bestäubung der Stauden werden Hummeln eingesetzt. Ressourcenschonende Alternativen gibt es auch bei der Bewässerung. Zu ihnen gehört der Einsatz von Regenwasser oder das Auffangen und Wiederverwenden von Gießwasser. Zuletzt können Konsumenten die Umwelt beim Einkaufen schonen, indem sie auf Regionalität und kurze Transportwege achten.

Roh oder gekocht?

Tomaten sollte man nicht nur roh, sondern immer wieder auch gekocht genießen. Denn der wertvolle sekundäre Pflanzenstoff Lykopin, der vor allem in der Schale vorkommt, bleibt beim Kochen zu einem großen Teil erhalten. Weil sich der Wassergehalt der Tomaten dabei extrem verringert, haben erhitzte Tomaten einen sehr viel höheren Lykopingehalt als rohe Früchte.