Guter Schlaf ist lebensnotwendig, darüber sind sich Wissenschaftler einig. Der deutsche Schlafforscher Jan Born sagt: „Schlaf ist ein Bewusstseinsverlust, der Bewusstsein schafft.“ Andere meinen, Schlaf sei nicht zum Speichern von Erinnerungen, sondern zum Löschen derselben da. Und wieder andere behaupten, Schlaf sei Zeit, in der wir keinen Unsinn stiften.  Fakt ist, guter Schlaf ist Voraussetzung dafür, dass wir am Tag mit all den Aufgaben, die das Leben uns stellt, fertig werden. Schlechter Schlaf beeinträchtigt auf Dauer Leistung und Gesundheit, was man uns übrigens auch ansieht. Es gibt unzählige Gründe, die guten Schlaf verhindern, gesundheitliche und solche, die unser Lebensstil diktiert.

Optimaler Schlafplatz für guten Schlaf

Gut schlafen Sie in einem zu Ihnen passenden Bett mit einer typgerechten Matratze. Angesichts dessen, dass wir von angenommenen 80 Lebensjahren etwa 24 schlafen, ist ein gesundes Bett existenziell. Bett, Unterfederung, Matratze und Bettzeug sollten zueinander und zum Körperbau  passen. Beratung und Probeliegen beim Kauf sind ein Muss! Pflegen Sie Matratze, Bettzeug und –wäsche regelmäßig! Das sorgt für Wohlgefühl und behindert den Einzug nächtlicher Störenfriede wie Bettwanzen.

Ordentliche Nachtruhe

Lärm wie von einer befahrenen Straße, der locker mehr als 70 Dezibel erreicht, wobei wir 50 Dezibel bereits als störend wahrnehmen, bringen den Schlaf durcheinander, was auf Dauer erschöpft. Wählen Sie zum Schlafen deshalb stets den ruhigsten Raum.

Dunkelheit zum Abschalten

Dunkelheit verhilft zu gutem Schlaf. Unter der Lichtglocke der Großstadt ist sie Mangelware. Licht bringt Schlafstörungen frei Haus, die Sie mit lichtdichten Vorhängen aussperren.

Angenehme Schlaftemperatur

Im Verlaufe der Nacht schaltet unser Körper einen Gang runter, auch die Körpertemperatur sinkt, bis sie am ganz frühen Morgen ihren Tiefpunkt erreicht. Wer zu warm schläft, verhindert das gesunde Abkühlen des Körpers. Wer friert, zwingt ihn, sich aufzuheizen. Beides stört den Schlaf. Wer ins Bett geht, sollte sich darin sofort wohlfühlen – bei 15 bis 18 Grad Celsius gelingt das meist.

Frische Luft

Frische Luft mit zum Schlafen optimaler Luftfeuchte um die 50 Prozent gibt’s auch in der Stadt nach kurzem Stoßlüften vor dem Zubettgehen.

Ruhiger Bettgefährte

Drehen, Zähneknirschen oder lautes Schnarchen des Partners (90 Dezibel sind häufig) rauben insbesondere Frauen  den Schlaf. Damit die Liebe darunter nicht leidet, sollten Paare im Bett für Unabhängigkeit sorgen: mit getrennter Unterfederung und zwei Matratzen. Wenn auch das nicht hilft, tut’s vielleicht die räumliche Trennung.

Lifestyle für guten Schlaf

Wer tagsüber auf einen gesunden Lebensstil achtet, profitiert meist auch nachts davon. Doch was hilft dabei, gut zu schlafen?

Sorglos schlafen gehen

Nehmen Sie alltäglichen  Ärger und Stress möglichst nicht mit ins Schlafzimmer. Versuchen Sie stattdessen, die letzte halbe Stunde  vor dem Zubettgehen zu entspannen, vielleicht in einem heißen Bad.

Satt schlafen gehen

Ein leichtes Abendessen fördert guten Schlaf, am besten zwei Stunden vor dem Schlafengehen. Manche schwören auf heiße Honigmilch, um gut zu schlafen. Andere trinken vor dem Schlafen schon allein deshalb wenig, weil eine volle Blase sie des Nachts aus dem Bett triebe.

Nüchtern schlafen gehen

Koffein und Nikotin regen an, sie sind also keine guten Einschlafhilfen. Alkohol hingegen erleichtert vielen wohl das Einschlafen, sorgt im Verlauf der Nacht allerdings für schlechteren Schlaf.

 

Weiterschlafen!

Wer nachts aufwacht und Probleme hat, wieder einzuschlafen, sollte

  • immer erst ins Bett gehen, wenn er sich so fühlt, als könnte er tatsächlich einschlafen.
  • seinen gegebenenfalls ausgiebigen Mittagsschlaf verkürzen. Ein kurzes Schläfchen ist wirkungsvoller.
  • kein Licht anmachen, das weckt erst recht müde Geister und bringt die innere Uhr aus dem Takt.
  • nicht den Kühlschrank plündern und sich den Magen vollschlagen, das könnte zur unerwünschten Gewohnheit werden. Und ein voller Bauch stört beim Ein- und Weiterschlafen sowieso.
  • sich nicht erst ewig von links nach rechts wälzen, sondern gleich aufstehen und in einem anderen Raum etwas total Langweiliges tun, etwa ruhige Musik hören. Gehen Sie erst ins Bett, wenn Sie richtig müde sind. Klappt das Weiterschlafen immer noch nicht, wiederholen Sie das Ganze!
  • keineswegs fernsehen, das weckt das Gehirn erst richtig.