Hörgerät ist nicht gleich Hörgerät

Bei den digitalen Hörgeräten unterscheidet man grob zwei Arten. Die In-ear-Hörgeräte, die wie der Name schon sagt, im Ohr getragen werden, und sogenannte Hinter-dem-Ohr-Geräte, bei denen die Batterie und das Mikrofon hinter dem Ohr und nicht im Gehörgang liegen.  Solche Hörgeräte eignen sich primär für Menschen, die keine In-ear-Geräte tragen können oder wollen.

In-ear-Hörgeräte

Diese Hörgeräte werden im Gehörgang getragen und sind dadurch in der Regel nicht sichtbar, denn die gesamte Technik befindet sich im Ohr. Sie werden dem Träger individuell angepasst und sind besonders bei leichter bis mittlerer Hörschwäche sehr zu empfehlen. So verbessern sie nicht nur das Hörvermögen allgemein, sondern sind auch in der Lage, störende Nebengeräusche auszublenden und so Sprache oder Musik klarer und deutlicher hervorzuheben als es früher möglich war. Bei den In-ear-Hörgeräten liegt das Mikrofon sehr nah am Gehörgang, was der natürlichen Schallaufnahme am nächsten kommt.

Hörgeräte als Kopfhörer

Vor allem die Benutzung von Handys, Fernsehern und Computern stellt für herkömmliche Hörgeräte und deren Träger eine große Herausforderung dar. Wenn dann noch Hintergrundgeräusche hinzukommen, ist die Verwirrung perfekt und der Erfolg des Hörgeräts begrenzt. Gerade dort setzen aber moderne, digitale Hörgeräte an. Mit ihnen ist es möglich, eine drahtlose Anbindung an alle Kommunikations- und Unterhaltungsgeräte zu schaffen. Digitale Technologien ermöglichen unter anderem eine Audioübertragung direkt an das Hörgerät.

Auch optimales Verstehen der Gesprächspartner am Mobiltelefon wird mit einem digitalen Hörgerät erleichtert, da mit ihm das Signal auf beiden Geräten zu hören ist. Durch spezielles TV-Zubehör wird es auch möglich, digitale Hörgeräte via Bluetooth zu leichten, drahtlosen Kopfhörern zu machen. Der Fernseher sendet hierzu Audiosignale innerhalb einer Reichweite von etwa 30 Metern direkt ans Ohr. 

Handys für die ältere Generation

Damit auch ältere und sehbehinderte Menschen in den Komfort einer optimalen Hörverstärkung bei der Benutzung ihres Mobiltelefons kommen können, sind in Verbindung mit digitalen Hörgeräten spezielle Seniorenhandys zu empfehlen. Diese sind in Ihrer Bedienbarkeit und dem Menüaufbau besonders auf ältere Menschen zugeschnitten und erleichtern so den Alltag mit ihrer Anwenderfreundlichkeit deutlich. Simple Großtasten-Handys sollten jedoch nicht mit echten Seniorenhandys verwechselt werden, denn ihnen fehlen oft die optimierte Menüführung und die erleichterte Bedienung, die Markenprodukte bieten.

Was macht ein gutes Seniorenhandy aus? Primär sollte man auf große Tasten, eine große Beschriftung und laute Klingeltöne, einfachen Menüaufbau sowie viele Direktwahltasten mit individueller Belegung achten. In den meisten Fällen kommt dann noch eine Notruftaste hinzu. So bleibt auch älteren Menschen die Reise in die Welt der modernen Kommunikation mittels Portable Technology nicht verwehrt.