Die 33-jährige Wienerin moderiert seit sechs Jahren Café Puls. Sie startete bei Super RTL, arbeitete bei Kronehit und ist dieses Jahr wieder als Moderatorin des Formats Topmodel-Backstage und erstmals auch als vierte Jurorin und „Stimme des Volkes“ dabei.
Foto: Irene Schaur

Wenn Sie am Morgen aufstehen: Was ist das Allererste, dass Sie nach dem Verlassen des Bettes machen?

Bianca Schwarzjirg: Mein Wecker läutet prinzipiell um drei Uhr dreißig, der aber dann erstmals für weitere zehn Minuten auf Schlummern gestellt wird. Danach gehe ich schnurstracks ins Bad, putze meine Zähne, wasche mein Gesicht und creme mich ein, damit für die Maske und das Make-Up bereits alles eingefettet ist.
Florian Danner: Ich stehe ebenfalls zur selben Zeit auf, habe meinen Wecker allerdings nicht auf Schlummern gestellt, da das bei mir nicht funktioniert. Der erste Weg am Morgen führt auch mich ins Bad. Duschen ist hierbei ganz wichtig.

Wie läuft Ihr Morgen weiter vom Aufstehen bis zum Verlassen der Wohnung ab?

Bianca: Nach meiner täglichen Routine im Bad, ziehe ich mich an, wobei ich alles schon am Vorabend hergerichtet habe, damit ich wirklich keine Zeit verliere und nur noch in die Socken schlüpfen muss. Anschließend gebe ich meiner Katze Mathilda etwas zu essen und verlasse die Wohnung mit einem Kaffee. Wenn der Morgen aber ganz schlimm ist, dann tausche ich den Kaffee schon mal gegen einen Energydrink.
Florian: Bei mir läuft das alles ganz ähnlich ab, bis auf das Eincremen, die Katze und den Energydrink. Ab vier Uhr sind wir dann beide bereits im Studio. Während ich recherchiere, sitzt Bianca gleich zu Beginn in der Maske. Frauen brauchen hier ja bekanntlich etwas länger. Wenn die Haare gemacht werden, kann sie aber auch noch mitrecherchieren und sitzt dann meistens mit Lockenwicklern vor dem Computer.
Bianca: Wir sitzen aber nicht nebeneinander. Aus diesem Grund koordinieren wir am Morgen per SMS oder E-Mail, wer welche Anmoderation oder wer welchen Interviewpartner wählt. Kurz vor der Sendung wird dann auch Florian geschminkt, der ja nur 15 Minuten braucht. Anschließend stimmen wir unsere Outfits ab und gehen unsere Moderation noch einmal gemeinsam durch.

Der 1983 geborene Ober-österreicher begann seine Karriere bei life Radio Ober-österreich. 2008 wechselte er nach Wien, wo er seit sechseinhalb Jahren das Frühstücksmagazin Café Puls moderiert.
Foto: Irene Schaur

Gibt es etwas, worauf Sie morgens auf keinen Fall verzichten können?

Bianca: Obwohl ich mir immer zwei Weckzeiten einstelle und ich nicht auf das Schlummern verzichten möchte, kann das zu lange hinauszögern auch etwas mühsam sein. Dieser innerliche Stress, dass heute alles etwas knapper und enger wird, kann einem schon zu schaffen machen. Aber ansonsten ist mein erster Gedanke am Morgen: Florian Danner.

Würden Sie sich, obwohl sie ein Frühstückmagazin moderieren, eher als Morgenmensch oder Morgenmuffel bezeichnen?

Florian: Ich würde, wenn ich nicht müsste, morgens niemals freiwillig so bald aufstehen. Man kann mich also durchaus als Morgenmuffel bezeichnen. Zudem hat eine biorhythmische  Testung bei mir einmal ergeben, dass ich eigentlich erst am Abend meine Hochphase habe.
Bianca: Berufsbedingt kann ich mich schon als Morgenmensch bezeichnen, obwohl ich privat auch niemals um drei Uhr dreißig aufstehen würde. Ich habe prinzipiell aber kein Problem damit, aus dem Bett zu kommen, wenn ich zuvor genug geschlummert habe. Dann bin ich auch richtig wach.

Das Frühstücksformat Café Puls läuft ja von sechs bis neun Uhr vormittags auf PULS 4, ProSieben Austria und auf SAT. 1 Österreich. Drei Stunden sind ganz schön lang. Haben Sie dazwischen auch Möglichkeiten für Pausen oder Snacks?

Florian: Ja, auf jeden Fall. Schon alleine durch die Werbepausen haben wir dazwischen auch mal Zeit etwas zu essen.
Bianca: Auch durch die Beiträge mit Studiogästen haben wir regelmäßige
Pausen. Denn das sind Elemente, die einmal in der ersten Stunde live aufgezeichnet und dann wiederholt werden. Eine Extrawurstsemmel mit Gurken geht sich immer noch jeden Tag aus.
Foto: Irene Schaur

Ist es Ihnen schon mal passiert, dass Sie verschlafen haben?

Bianca: Einmal ist es leider schon mal vorgekommen. Die Schuld gebe ich da eindeutig dem Schlummern meines Weckers. Nachdem mich mein Freund aufgeweckt hat, habe ich um halb sechs im Sender angerufen, obwohl wir normalerweise bereits um vier Uhr dort sind. Florian hat mich aber beruhigt und gemeint, er kann die ersten Moderationen auch alleine machen. Schlussendlich ist es sich aber dann haarscharf ausgegangen. Der Countdown wurde bereits eingezählt, Florian ist schon im Studio gesessen und ich bin noch schnell hingelaufen.
Florian: Es kommt aber auch ständig vor, dass Studiogäste verschlafen. Konkrete Notfallpläne haben wir hier nicht. Wir überlegen dann einfach spontan, ob wir etwas vorziehen können, die Studiogäste zeitlich austauschen oder einfach plaudern. Wenn es sich zum Beispiel um ein klassisches Nachrichtenthema handelt, setzt sich unser Newsmoderator zu uns. Bei allen Themen geht sowas natürlich nicht.

Was war das Verrückteste, das Ihnen jemals in einer Sendung passiert ist?

Florian: Grundsätzlich haben wir schon sehr viel Verrücktes in unserer Sendung erlebt. Wir hatten Lachkrämpfe und haben auch geheult.
Bianca: Ich finde es immer toll, wenn wir Tiere im Studio haben. Dieses Jahr zu Ostern hatten wir zum Beispiel Hasen und Hühner im Sender, die dann überall rumgelaufen sind und Florians Hose angekackt haben.

Welche fünf Tipps haben Sie für einen guten Start in den Tag?

Bianca: Ich glaube, dass es ganz Wichtig ist, dass man sich beim Aufstehen auf etwas freuen kann. Außerdem sollte man jeden Morgen etwas Zeit für sich haben. Mein persönlicher Tipp wäre noch, sich am Vortag alles für den Morgen herzurichten, damit hier wirklich keine Zeit verloren geht.
Florian: Was ich immer brauche, ist ein bestimmtes Lied, das ich am Morgen ganz laut höre und einen halben Liter warmes Wasser. Tipps von mir wären zudem auf jeden Fall Café Puls schauen und sich am Morgen mit Menschen umgeben, die einem gut tun.