„Schon heute können Sportbekleidungsunternehmen umweltfreundlichere Materialien verwenden, ihre Lieferanten dazu ermutigen, wassersparende Produktionsverfahren und Alternativen zu Chemikalien nutzen“, betont Mike Schragger, Gründer und Direktor der „Sustainable Fashion Academy“ (SFA). Auch wenn es keine leichte Aufgabe ist, Nachhaltigkeit in alle Herstellungsprozesse einzubinden, so sei es doch wichtig, einmal damit anzufangen.

Verantwortung

In der Bekleidungsbranche – und hier vor allem im Sport- und Outdoor-Segment – ist die Nachfrage nach sozial fairen und ökologisch verantwortlichen Produktionsprozessen und Produkten in den vergangenen Jahren enorm angestiegen. Gerade Outdoor-Sportarten stehen im engen Kontakt zu Umwelt und Natur, und da ist umweltschädlich hergestellte Kleidung ein absolutes No-Go.

Immer mehr Outdoor-Unternehmen setzen auf nachhaltige Strategien, verwenden verstärkt Recyclingmaterialien und bauen gefährliche Chemikalien (kein PFC etc.) ab. Zudem wird laufend an neuen Prozessen und Methoden gearbeitet, um Energie- und Wasserverbrauch zu reduzieren. „Das nachhaltigste Produkt ist jenes, das bereits hergestellt wurde“, hat Nachhaltigkeitspionier Yvon Chouinard einmal gesagt.

Ökologisch und fair

In weiterer Folge spielen auch Aspekte wie Langlebigkeit und Reparaturmöglichkeit von Bekleidung eine Rolle. „Eine hundertprozentig nachhaltige Sportmarke würde sicherstellen, dass ihr Geschäftsmodell komplett kreisförmig und erneuerbar ist“, betont Mike Schragger. Das bedeutet neben ökologischen Kriterien auch faire Arbeitsbedingungen für alle Beteiligten. Was Materialien und (Färbe-)Verfahren anbelangt, so geht es darum, nachwachsenden Rohstoffen (Hanf, Leinen ...) den Vorrang zu geben.

Ebenso beinhaltet dies auch natürliche Färbeverfahren und Färbemittel. Alles in transparenter, überprüfbarer Weise hergestellt, um die Glaubwürdigkeit der Maßnahmen für den Konsumenten sicherzustellen. Übrigens: Nachhaltigkeit bedeutet auch Abschied nehmen von der Wegwerf- und Hyperkonsumgesellschaft. Und dies erfordert ein Umdenken gängiger Wirtschaftsprinzipien.