Mobilität ist keine Eintagsfliege, sondern zunehmend fixer Bestandteil unseres Lebens. Unternehmen verkaufen Produkte an mobile Kunden, sie stehen mobilen Bedürfnissen gegenüber und es ist höchste Zeit diesen in puncto Angebot, Service und Kommunikation gerecht zu werden.

Wie kann ich den mobilen Kanal für meine Marke sinnvoll nutzen?

Markenführung geschieht über diverse Kanäle. Der mobile Weg ist zweifelsfrei jener, der über die höchste Steigerungsrate der letzten Jahre verfügt. Nach einer Phase des „Herumexperimentierens“ sind wir auf einem Niveau angelangt, das dem Anspruch auf Interaktion seitens des Kunden gerecht wird.

DI (FH) Harald Winkelhofer
Präsident der Mobile Marketing Association Austria

Denn das unterscheidet die Markenführung von damals von der heutigen Mehrwegkommunikation, Partizipation und Vernetzung. Hohe Responseraten sprechen für sich. Und noch eine Tendenz setzt sich durch: Die Unternehmen setzen Mobile nicht mehr nur als einmaligen Schnellschuss ein, sondern nachhaltig mit durchgängig geplanten und wiederkehrenden Aktionen.

 

Das Potenzial ist enorm

An Reichweite mangelt es nicht, verfügt doch jeder Österreicher über ein oder mehrere Mobiltelefone. Zudem liegt laut der MMA Austria-Studie 2012 die Nutzung von Smartphones bei 69 Prozent. Eine ideale Spielwiese, die Raum lässt für innovative Projekte.

Bei allem Enthusiasmus dürfen wir nicht vergessen, dass es aber auch eine Zielgruppe gibt, die (noch) nicht über ein entsprechendes Endgerät verfügt. Das sind die Gründe, wieso wir derzeit auch noch auf die altbewährte SMS als breites Kommunikationsmedium setzen. Mit 97 % sind SMS die beliebteste Handy-Funktion. Ihre Einfachheit beweist sich insbesondere in der Kommunikation mit heterogenen Zielgruppen. Daher sind SMS-Gewinnspiele nach wie vor eines der erfolgreichsten Mobile Marketing Instrumente.

Mobile Markenführung für jedermann?

Ein seriöser Anbieter weiß, wo eine Einbindung Sinn macht und wo nicht. Bei der mobilen Markenführung geht es darum, via Mobile einen neuen Servicegedanken einzubringen und nicht ein „kleiner“ Abklatsch beispielsweise einer TV-Werbung zu sein.

Aktuelle Trends im Mobile Marketing

Besonders populär sind „Offline2Mobile“- Verfahren. Bekanntestes Beispiel dafür ist „Mobile Tagging“, also das Scannen eines QR-Codes, auf Produktverpackungen, in Direct Mailings oder Flugblättern. QR-Codes werden auch für Mobile Ticketing (Eintrittskarte am Handy) und Mobile Couponing (Gutscheine) eingesetzt.

Neben den bereits erwähnten SMS-Gewinnspielen bleiben auch Werbebanner nach wie vor aktuell. Sie werden nicht nur in mobilen Medien, sondern auch in Apps, sozialen Netzwerken (Social Media Ads) oder ortsbezogen ausgespielt (Location Based Ads) eingesetzt.

Weitere Trends sind Augmented Reality-Apps, die eine erweiterte Realität darstellen und NFC (Near Field Communication). Dabei handelt es sich um einen Übertragungsstandard zum kontaktlosen Austausch von Daten über kurze Distanzen von bis zu 4 cm. Bisher kommt diese Technologie vor allem bei Micropayment-Lösungen (bargeldlose Zahlungen kleiner Beträge) zum Einsatz.

Die Konsumenten sind bereit

Noch steht ein innovativer Anbietermarkt einem konservativen Werbemarkt gegenüber. Das unglaubliche Potenzial mobiler Kommunikationsmaßnahmen – also die Interaktion zwischen Anbietern und Konsumenten – ist in vielen Unternehmen im Jahr 2012 noch nicht ausgeschöpft. Die Konsumenten sind allerdings, wie die aktuelle Kommunikationsstudie der MMA Austria zeigt, bereit dafür.