Was ist Dir als Foodbloggerin am liebsten: Kochen, essen, oder bloggen darüber?

Essen! Darüber bin ich schließlich mit meiner Glutenunverträglichkeit auch zum Bloggen gekommen. Ich fotografiere aber auch extrem gern! Aber am allerliebsten mag ich den fertigen Blogpost. Es ist die Kombination aus Produkt, Rezept und schönem Foto, das man gleich mit anderen Menschen teilen kann.

Was macht Deine persönliche Koch- und Backleidenschaft aus?

Für mich ist es wichtig, dass ein Rezept immer einen Twist hat – also einen Überraschungseffekt oder ein spezielles Geschmackserlebnis. Ich mag keine 08/15-Rezepte, die ich schon hundertmal gegessen habe. Ich muss Rezepte immer irgendwie umformen, wie z.B. beim Kaiserschmarrn. Ich nehme statt normaler Milch etwa Mandelmilch, statt Mehl Buchweizenmehl und statt Rosinen Gojibeeren. Davon haben meine LeserInnen etwas Neues mit Überraschungswert.

Vegan und glutenfrei sind als Schlagwörter gerade voll im Trend. Bei Dir steckt ja ein bisschen mehr dahinter, oder?

Meine Mama hat schon immer gesagt, dass jeder der kreativ ist, auch kochen kann.

Genau! Ich habe selbst seit über zehn Jahren Zöliakie und habe deswegen von Beginn an (fast) nur glutenfreie Rezepte gepostet. Natürlich kommt mir das jetzt zugute, weil glutenfreie Rezepte voll im Trend liegen. Trotzdem bin ich eine Verfechterin davon, dass viele Rezepte ja ohnehin von Natur aus glutenfrei oder vegan sind. Man muss nicht immer komplett umdenken!

Was ist Dein persönliches Lieblingsrezept?

Ein klassisches Rezept? Tafelspitz! Ansonsten spreche ich eher von Lieblingszutaten. Ich mag Rote Beete in jeglicher Form, ob als Ofengemüse, als Salat oder im Schokoladenkuchen. Außerdem liebe ich meinen täglichen Frühstücks-Porridge!

Für viele muss es in der Küche oftmals schnell gehen. Was hältst Du von klassischen Nudelgerichten?

Normale Nudeln darf ich ja leider nicht essen, deswegen gibt es das kaum in meiner Küche. Wenn ich bewusst Nudeln esse, dann haben die Gerichte mit Linsen- oder Reisnudeln etwas Spezielles. Wenn ich im Italienurlaub bin, dann bestelle ich auch glutenfreie Pasta-Rezepte und verstehe wieder, warum so viele Leute gerne Pasta essen!

Woher holst Du dir die Inspirationen für Deine Kreationen?

Ich lasse mich auf Reisen inspirieren, habe außerdem eine große Kochbuchsammlung und sehe mir viele Gerichte auf Pintarest und Co. an. Wenn ich dann etwas finde, versuche ich einen persönlichen Twist zu integrieren oder das Rezept so abzuändern, dass es glutenfrei wird.

Wie viel Kreativität, Spontanität und Erfahrung stecken in Deinen Gerichten?

Kreativität ist definitiv sehr wichtig für mich. Meine Mama hat schon immer gesagt, dass jeder der kreativ ist, auch kochen kann. Und ich finde, das stimmt auch! Spontanität ist immer gut, aber kein Muss-Kriterium. Natürlich ist auch Erfahrung gefragt, aber wenn man Gefühl hat, kommt das von ganz allein.

Was sind Deine Geheimtipps rund um Weihnachten?

Oft gibt es Lachstartar oder irgendetwas anderes mit Fisch oder Fleisch. Cerviche hat da einen Twist, macht nicht zu satt und regt den Appetit an. Was Kekse betrifft, so mache ich natürlich meine eigenen glutenfreien Kreationen, wie z.B. Erdnusscookies. Ich backe mittlerweile nicht nur mit alternativem Mehl, sondern auch mit weniger Zucker. Also sind meine Kekse eigentlich schon fast gesund (lacht).