Als Caroline Melzer sind sie in der Serie Vorstadtweiber mit einem wohlhabenden, älteren Mann liiert. Wie fühlen Sie sich in dieser Rolle?

Am Anfang war es schwierig, Anknüpfungspunkte zu finden. Aber im Laufe der Zeit habe ich die Caro liebgewonnen und begonnen, mit ihr mitzufiebern. Manche Eigenschaften bewundere ich an ihr, etwa ihr Selbstbewusstsein. Es ist beeindruckend, wie diese Frau ihr Leben meistert – trotz vieler Schicksalsschläge.

Wie sehen Sie die Rolle der Frau in der heutigen Gesellschaft?

Es ist noch viel zu tun, um Frauen in der Arbeitswelt besser zu stellen. Die Aufmerksamkeit für dieses Thema ist jedoch gestiegen und Frauen solidarisieren sich mehr – das darf nicht aufhören! Ich finde, dass es noch viel zu wenige Drehbücher gibt, in denen Frauen im Mittelpunkt stehen. Die Vorstadtweiber sind eine positive Ausnahme.

Ist es möglich, Karriere und Familie unter einen Hut zu bekommen?

Es ist ein großes Privileg und gleichzeitig eine Herausforderung. Auch ich habe Kinder und ohne meine Familie, die mich unterstützt, wäre es nicht machbar. Ich bewundere jede Frau, die das ohne Familie im Hintergrund schafft.

Was braucht es, um beides zu ermöglichen?

Es ist nicht einfach, Karriere und Kinder zu vereinbaren. Es gehört nämlich sehr viel Management und Organisationstalent dazu. Alle müssen zusammenhalten und das schweißt einen Familie auch zusammen.