GALGANT: Gegen Appetitlosigkeit, Magen- und Darmbeschwerden (Bestandteil zahlreicher Magentees!!). Die asiatische Heilkunst setzt Galgant zur Behandlung von Atemwegserkrankungen und Katarrh ein. In Indien wird er als wirksames Mittel gegen Mundgeruch empfohlen. Galgant wirkt auch antibakteriell und findet Einsatz in der Homöopathie.

 

CURCUMA: Curcuma (=Bestandteil mit Curry gewürzter Speisen) wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und immunstimulierend. Curcuma ist allerdings schlecht wasserlöslich, daher mit etwas Öl einnehmen. Dem in Curcuma enthaltenen gelben Farbstoff, dem Curcumin, wird nachgesagt, dass er eine krebshemmende Wirkung hat. In Versuchen und Studien wurde festgestellt, dass dieser Pflanzeninhaltsstoff die Ablagerung von bestimmten Eiweißkomplexen, die an der Entstehung von Alzheimer beteiligt sein könnten, im Gehirn unterbinden kann. Curcuma wirkt auch verdauungsfördernd - es fördert die Ausschüttung von Gallensäuren (wichtig für die Fettverdauung) - Völlegefühl und Blähungen werden gemindert (wissenschaftlich belegt). Es wirkt auch hervorragend gegen Ameisen. In Asien verwendet man Curcuma auch bei Leberbeschwerden und Magengeschwüren. Von den Hindus wird Curcuma sehr verehrt und mit Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht.

 

INGWER: Ingwer ist eines der ältesten Gewürze. Er wirkt bei Magen- und Darmkrankheiten, rechtzeitig eingenommen auch bei Übelkeits- und Schwindelgefühlen auf Seereisen. Ingwer erhöht den Blutdruck und führt zu erhöhter Schweißsekretion. Ingwer besitzt aber auch proteolytische Enzyme, die Casein und Kollagen spalten. Dadurch kann er die Zartheit von Fleisch beispielsweise auf natürliche Art und Weise deutlich erhöhen. Es gilt allerdings zu berücksichtigen, dass diese Wirkung bei Temperaturen über 70°C verloren geht. Ingwer ist dafür bekannt, dass er wärmt. In Theatrum Botanicum schrieb der Kräuterfachmann John Parkinson 1640: «Ingwer wärmt einen kalten Magen und fördert die Verdauung.»

 

SAFRAN: Die moderne Medizin schreibt Safran eine herzstimulierende Wirkung zu. In Tierversuchen konnte eine Antitumorwirkung festgestellt werden. Safran wird auch zur Kräftigung des Uterus und gegen Menstruationsbeschwerden in galenischen Präparaten eingesetzt. In der Volksmedizin gilt Safran als Aphrodisiakum. Safran macht nicht nur den Kuchen gelb, sondern es gilt auch als "Gute-Laune Mittel". So erhöht das im Safran enthaltene Crocin die Konzentration der beiden Neurotransmitter Dopamin (gilt im Volksmund als Glückshormon) und Noradrenalin (regt das Herz-Kreislaufsystem an) und das ebenfalls in Safran enthaltene Safranal fördert die Ausschüttung von Serotonin, ebenfalls ein "Glückshormon". Damit wird ein möglicher Einsatz von Safran als Antidepressivum bzw. Stimmungsaufheller zurzeit von Wissenschaftern eingehend untersucht. Die empfohlene Tagesdosis von 1,5 Gramm sollte allerdings nicht überschritten werden. Bei größeren Mengen kann es bei Schwangeren zu einem Abortus kommen. Vor Überdosierungen schützt aber eigentlich schon der für Safran typische bittere Geschmack.

 

KARDAMOM: Appetitanregend, magenstärkend, aphrodisisch. Soll auch die Verdauung fördern und bei extremer Hitze kühlend wirken. Kardamom ist eines der ältesten und meistgeschätzten Gewürze der Welt. Bereits um 720 v.Chr. wuchs er in den Gärten des Königs von Babylon. Die Ägypter kauten Kardamom um einen frischen Atem und weiße Zähne zu bekommen. Auch heute noch werden Kardamom Samen gerne nach dem Genuss von Alkohol oder dem Verzehr von Knoblauch zur Verbesserung des Atems gekaut. In der arabischen Kultur ist weit verbreitet, dass Kardamom eine stimmungsaufhellende sowie eine aphrodisierende Wirkung aufweist.

 

BOCKSHORNKLEE: Bockshornklee ist ein uraltes Gewürz, das heute überwiegend als Bestandteil in Currypulver vorkommt. Er weist ein bitteres Aroma auf, das durch trockenes Rösten vermindert werden kann. Verhindert Blähungen, wirkt fiebersenkend, wirkt bei Herzklopfen, Heiserkeit, Furunkel, senkt den Blutzuckerspiegel und regt den Kreislauf an. Wegen seines hohen Eisengehaltes wird er auch bei Anämien empfohlen. Im Mittelalter bekämpfte man mit Bockshornklee Kahlköpfigkeit – in der Volksmedizin wird er immer noch als Bestandteil in Haarwasser eingesetzt.

WACHOLDER: Wacholder fördert die Durchblutung, dient zur Behandlung bei Blähungen, Rheuma und Koliken. Die Beeren haben eine antiseptische und harntreibende Wirkung (Wacholder wirkt entwässernd). Bei Nierenleiden sollte auf Wacholderbeeren verzichtet werden.