Wie kommt man auf die Idee verschiedene Frühstücklokale zu testen?

Wir haben unseren Blog „Die Frühstückerinnen“ 2010 für unsere Freunde und Bekannten gestartet, da wir ständig gefragt wurden, wo man denn in Wien gut frühstücken kann. Wir haben uns schon immer gerne zum Frühstücken getroffen, daher hatten wir schon einen guten Überblick über die Wiener Frühstücksszene. Dass wir innerhalb weniger Jahre einer der größten Blogs in Österreich und DIE Anlaufstelle für Frühstück geworden sind, freut uns natürlich sehr.

Ist Frühstück für euch die wichtigste Mahlzeit des Tages?

Ja, weil es für uns auch die schönste Mahlzeit des Tages ist. Wir lieben frisches, handgemachtes Brot, Bio-Eier im Glas, tollen Kaffee von heimischen Röstereien und sind besonders happy, wenn auch noch etwas mit Avocado auf den Tisch kommt.

Außerdem startet man mit einem guten Frühstück optimal in den Tag und ist für alles Kommende bestens gewappnet. Natürlich hat auch der große Zuspruch im Social Web unseren Ehrgeiz noch verstärkt – für unsere LeserInnen suchen wir laufend die neuesten Frühstückslocations in Wien, Salzburg, Graz, Linz und Berlin.

Was darf beim idealen Frühstück nicht fehlen?

Barbara: Am liebsten esse ich Sauerteigbrot mit Avocadoaufstrich und Sprossen, weiche Eier im Glas mit viel Schnittlauch – dazu ein Glas frisch gepressten Grapfefruitsaft und eine Tasse Kaffee mit Bohnen aus heimischen Röstereien. Natürlich alles bio! Das ist mein perfekter Start in den Tag!

Dani: Bei mir gibt es meistens etwas mit Bio-Ei, also Eierspeise, Spiegeleier oder auch Eier im Glas. Bei Brot bin ich sehr kritisch geworden – meist finden handgemachte Sauerteigbrote den Weg auf meinen Frühstückstisch. Und natürlich Gesellschaft und gute Musik, allein frühstücken ist fad.

Was empfiehlt ihr jenen, die es in der Früh sehr eilig haben? Gibt es auch gutes Frühstück to go? 

Barbara:  Am besten sind Speisen, die man bereits am Vorabend zubereiten kann, damit man morgens nicht lange in der Küche stehen muss. Ich fülle zB. etwas Joghurt in ein Weckglas, gebe frisches Obst und evtl. ein paar Nüsse dazu und stelle es in den Kühlschrank. In der Früh habe ich dann einen gesunden Snack, den ich auch ins Büro mitnehmen kann, wenn die Zeit mal wieder zu knapp ist.

Dani: Ich mach mir meistens Porridge: die Haferflocken mit Wasser und einem Schuss Milch aufkochen, bis alles schön durchgekocht ist. Dann kommen Kokosraspeln, Amaranthpops und selber gemachtes Granola (hält lange) drauf. Wenn vorhanden noch frisches Obst. Ist in 5 Minuten erledigt. Alternativ mache ich manchmal auch Eierspeise aus 2 Eiern und „belege“ damit ein Butterbrot - geht auch sehr schnell und schmeckt großartig.

Und all jenen Morgenmuffel, die schwer munter werden: Breakfast in bed?

Barbara:  Zu besonderen Anlässen, wie zB. an meinem Geburtstag, bekomme ich von meinem Freund auch schon mal Frühstück ans Bett serviert. Aber das ist wirklich eine Ausnahme, ich frühstücke eigentlich auch lieber am Tisch – da hat man viel mehr Platz und muss nicht immer darauf achten, dass man etwas im Bett verschüttet. (lacht)

Dani: Wenn ich munter bin, will ich eigentlich nicht mehr im Bett herumliegen. Wäre ich etwas gemütlicher, würde ich mir am ehesten was zum Löffeln wünschen, weil das unkompliziert zu essen ist im Bett. Also Porridge mit Granola zB.

Welche Morgenroutine habt ihr neben dem Frühstück noch so? Zeitung? Radio?

Barbara: Ich frühstücke nur am Wochenende daheim und da schaue ich dann gerne fern (Nachrichten oder Serien – ich bin bekennender Serienjunkie) oder lese die Zeitung. Während der Woche muss das Frühstück schnell gehen, da bleibt mir dafür keine Zeit. 

Dani: Bei mir bestimmen die Kids die Morgenroutine. Fixpunkt vor allem anderen (auch vorm Kinderfrühstück) ist aber der Kaffee aus der Bialetti, sonst bin ich nicht ansprechbar.

Bald ist Ostern: Wie sieht ein perfektes Osterfrühstück aus?

Barbara: Ich backe Ostern immer einen Kuchen in Hasenform – da gibt’s dann auch immer ein Stück zum Frühstück. Meistens fällt das Frühstück Ostern aber ähnlich aus, wie den Rest des Jahres.  

Dani: Das ist leicht – Kärntner Reindling natürlich!

Wie mögt ihr eure Eier am liebsten? 

Barbara: 2 Eier im Glas mit viel Schnittlauch

Dani: Pochiert auf einem Avocadobrot oder wie Barbara

Was war das ausgefallenste Frühstück, das ihr jemals hattet?

Barbara: Ich glaube, das war in einem Hotel in Schweden: verschiedene Fisch- und Knäckebrotsorten sind morgens sonst nicht meine erste Wahl. Oder letztes Jahr in Edinburgh – da habe ich mir vegetarischen Haggis zum Frühstück schmecken lassen.

Bei euren Bewertungen, auf welche Produkte achtet ihr in Hinsicht auf Qualität am meisten?

Wie unser Claim „Wir halten dem Ei den Spiegel vor“ schon vermuten lässt, achten wir vorrangig auf die Qualität der Eier. Sind sie aus Boden- oder gar Käfighaltung, werden sie sofort zurückgeschickt.

Manchmal wissen die Mitarbeiter in den Lokalen gar nicht, welche Eier verwendet werden, dann lassen wir uns auch schon mal ein rohes Ei an den Tisch bringen und überprüfen den Stempel, mit dem sich die Haltungsart ganz einfach feststellen lässt (0 = Freilandhaltung + Bio-Futter, 1 = Freilandhaltung, 2 = Bodenhaltung, 3 = Käfighaltung).

Die Qualität der Eier ist erfahrungsgemäß ein recht guter Indikator für die Qualität der anderen Produkte, die im Lokal verarbeitet werden.

Zusammenfassend kann man sagen: Morgenstund‘ hat Gold im Mund‘! Stimmt ihr diesem Sprichwort zu?

Auf jeden Fall! Daher hat unser Kochbuch auch den Titel „Morgenstund“. Mit über 70 Rezepten für Frühstück und Brunch ist das Buch, das gemeinsam mit Toni und Bene von Because You Are Hungry entstanden ist, schon mal ein sehr guter Grund, um morgens gerne aufzustehen.


Das Rezept zu Shakshuka stammt aus dem Buch „Morgenstund“.

Blog der Frühstückerinnen: diefruehstueckerinnen.at