Ing. Karl Herrret
Anbauplaner & Paprikaproduzent

„Im Zeitraum von Februar bis November wäre die Abdeckung des kompletten Bedarfs möglich. Es gibt in ganz Europa keine Hauptstadt mit so hohem Versorgungsgrad.“ sagt Ing. Karl Herret, der bei LGV-Frischgemüse die Anbauplanung für Wien innehat und selbst gelbe Paprika produziert.

Mit den niedrigen Lohnkosten und klimatisch günstigen Bedingungen der südlichen Länder können die Wiener Gärtner jedoch trotz der Nähe preislich nicht mithalten. Den Unterschied macht nicht nur der Geschmack. Denn nur wer wirklich nah am Absatzort produziert, kann reif ernten.

„Unser Gemüse wird morgens geerntet, anschließend kommissioniert und ist innerhalb weniger Stunden am Markt erhältlich,“ so der Gärtner. Auch die Sorten werden genau an die regionalen Wünsche angepasst. „Wir haben es immer verstanden das anzubauen, was der Konsument will,“ sagt Herret. Die Wiener essen besonders gerne die kleinen, süßen Rispenparadeiser. „Vor ein paar Jahren haben wir diesen Bedarf wahrgenommen und in der darauf folgenden Saison vermehrt angebaut. Wir können also sehr rasch reagieren.“

Ganz typisch für Wien sind auch knackige Radieschen. 2,5 Millionen Bund werden davon in einer Saison geerntet. Die Betriebe befinden sich vor allem in Simmering und Donaustadt.

 

Wie ist in Wien angebautes Gemüse erkennbar?

Da in Österreich Kennzeichnungspflicht herrscht, muss entweder das Produkt selbst oder das produktbeschreibende Schild verraten, woher die Ware stammt. Das AMA-Gütesiegel oder der Hinweis „Ursprungsland Österreich“ zeugen von österreichischer Herkunft.