Bis zu 2000 E-Books können auf einen handelsüblichen E-Reader mit einer Kapazität von gerade einmal zwei Gigabyte gespeichert werden – kaum ein Bücherregal kann da mithalten. Doch nicht nur aus Gründen der Platzersparnis sind die elektronischen Lesegeräte eine interessante Alternative zu den herkömmlichen Papier-Büchern. Es sind die kleinen technischen Raffinessen, welche zukünftig das Leseverhalten prägen könnten.

Eselsohren, kryptische Notizen und das stundenlange Blättern auf der Suche nach einer bestimmten Textpassage – all das gehört mit E-Readern der Vergangenheit an. Viele zusätzliche Funktionen, wie etwa das Setzen von Lesezeichen, blitzschnelle Übersetzungen, das Nachschlagen im Wörterbuch oder die Wahl der Schriftgröße eröffnen ganz neue Möglichkeiten.

Papier-Feeling dank E-Ink auch auf dem Bildschirm

Doch auch beim E-Reader steht eines im Mittelpunkt: das Lesen. Hier hatten bis vor einiger Zeit herkömmliche Bücher aus Papier noch klarer Vorteil: Während die gedruckten Buchstaben meist messerscharf und gut zu entziffern waren, hatten die digitalen Bücher den großen Nachteil, dass das Lesen auf den flimmernden Bildschirmen wesentlich anstrengender und ermüdender war. Erst die sogenannte E-Ink – also die elektronische Tinte – ermöglichte annähernd gleiche Lesebedingungen. Dank der neuesten Displaytechnologie wirken die Wörter auf den kleinen Bildschirmen der E-Reader mittlerweile wie auf Papier gedruckt.

Offenes System bietet mehr Möglichkeiten

E-Books und E-Reader sind mittlerweile zu etwas Alltäglichem geworden. Mehr und mehr Anbieter drängen in den letzten Jahren auf den digitalen Büchermarkt. Dies führt – wie so oft bei der Einführung neuer Medienformen – zu einem Durcheinander an Dateiformaten und E-Readern. Einige Anbieter setzen dabei auf ein geschlossenes System, das beim Kauf und Download Einschränkungen mit sich bringen und den Kunden an die eigene Marke binden soll. Andere wiederum ermöglichen es dem User, selbst zu entscheiden, bei welchem Anbieter man seine E-Books beziehen möchte. Dieses offene System bringt den großen Vorteil mit sich, aus einer wesentlich größeren Auswahl an Büchern und Apps wählen und gegebenenfalls auf das günstigere Angebot zurückgreifen zu können.