Die meisten von uns stehen mit ihnen auf, sitzen mit ihnen am Frühstückstisch und nehmen sie mit unter die Dusche. Die Rede ist natürlich von ... Radiomoderatoren! Täglich drehen Menschen weltweit morgens das Radio auf und starten mit einem Mix aus Musik, News, Unterhaltung und Wetter in den Tag.

Hinter den Mikrophonen stehen ModeratorInnen, die uns täglich beim Aufstehen begleiten. Genau dafür sind auch die beiden Radio ENERGY Morgenshow-Hosts Matthias Hobiger und Flo Berger da. „Du bist den Menschen schon sehr nahe – und das zu einer Uhrzeit, zu der sich nur die wenigsten wirklich wohlfühlen“, so Hobiger.

Echte Morgenmenschen seien die beiden trotz ihres Jobs nicht, erklärt sein Kollege Berger: „Wir brauchen schon eine gewisse Vorlaufzeit. Aber in dem Moment, wo du das Mikrophon zu dir drehst, bist du einfach da und überlegst gar nicht mehr, ob du jetzt vielleicht grantig sein könntest.“

Morgenrituale für  Radiomoderatoren

Wenn die beiden im Studio sind und uns aus den Federn holen, haben sie den „Morgenmuffel“ schon längst abgelegt. Aber wie funktioniert das bei Minusgraden, Dunkelheit und selbst nach nur wenigen Stunden Schlaf? „Wir Radiomoderatoren entwickeln ganz intensive Rituale, wobei der Morgen eigentlich schon am Vorabend beginnt.

Wir bereiten alles wie zu Schulzeiten vor. Der Tee ist in der Thermosflasche, die Tabs für den Kaffee liegen bereit und das Gewand ist ausgesucht“, erklärt Hobiger. Und auch Berger hat so seine ganz persönlichen Morgenrituale. „Wenn du bei Minusgraden mit dem Hund Gassi gehst, bist du schnell munter! Außerdem ist mir Zeitunglesen total wichtig. Und schließlich impft mir der Hobiger im Studio noch einmal so richtig Energie ein!“

Kaffee, Kaffee, Kaffee

Ohne Kaffee gehe bei den beiden Radiomoderatoren trotzdem nichts, meint Hobiger:„Beim Kampf gegen das Morgengrauen helfen Rituale, frische Luft und Kaffee, Kaffee und noch einmal Kaffee. Trotzdem ist jeder Morgen wie ein erneutes Geburtstrauma für mich!“ Diesem morgendlichen Schock begegnen die beiden mit Strukturen, Gewohnheiten und natürlich Spaß – auch während der Sendung.

Beim Kampf gegen das Morgengrauen helfen Rituale, frische Luft und Kaffee, Kaffee und noch einmal Kaffee.

So streichelt beispielsweise Hobiger um zehn nach sieben über die Glatze von Berger. „Wir haben versucht, gewisse Rituale zu etablieren, die immer zur gleichen Uhrzeit stattfinden. Daran kann man erkennen, dass man jetzt zum Beispiel los muss, um die Schnellbahn noch zu erreichen“, erläutert Berger.

Auch Hobiger ist sich bewusst, wie wichtig solch scheinbar banale Dinge sind. „Es sind Kleinigkeiten, die deinen persönlichen Morgen richtig schlecht oder richtig in die Höhe bringen können. Und das hält dann den ganzen Tag an. Der Morgen macht einfach den Tag!“

Eierspeise und Vollkornbrot

Ein guter Tag beginnt mit einem guten Morgen. Dazu gehört bei den beiden Radiomoderatoren auch ein ausgiebiges Frühstück – vor allem am Wochenende, sagt Berger: „Ich liebe ein langes, ausgedehnte Frühstück am Sonntag!“ „Das machen meine Freundin und ich auch. Allerdings sitzen wir uns schweigend gegenüber, weil ich so ein Morgenmuffel bin“, verrät Hobiger. „Ich schweige mich selber auch an, weil ich Single bin!

Aber ernsthaft, ich mach mir dann eine Eierspeise mit Schnittlauch und Schinken, die ich ganz langsam koche. Herrlich! An Wochentagen gibt’s  bei  mir nur ein belegtes Vollkornbrot“, so Berger weiter. Auch bei Hobiger muss es an Sendungstagen schneller gehen: „Unter der Woche ist das Frühstück entweder salzig oder süß. Aber am Wochenende gibt’s dann beides!“

Fit und ausgeschlafen

Von Morgen-Moderatoren kann man so einiges über Effektivität lernen. Denn auch wenn die beiden mit Witz, Charme und einer Prise Chaos am Werk sind, ohne Vorbereitung läuft relativ wenig, weiß Berger: „Was du als Morgen-Moderator wirklich lernst, ist, dass du deinen Tag viel bewusster gestaltest.

Du verzichtest freiwillig darauf, unter der Woche bis Mitternacht wegzugehen. Schließlich möchtest du am nächsten Morgen fit und ausgeschlafen im Studio stehen.“ Verschlafen haben die beiden übrigens in ihrer über zehnjährigen gemeinsamen Radiokarriere eigentlich nie.