Herbizide sind umweltgefährlich

Die Zahl der Herbizide und Pestizide, die in der Landwirtschaft genauso wie in privaten Gärten im Umlauf sind, hat mittlerweile erschreckende Ausmaße angenommen. Allein in der EU werden jährlich 200.000 Tonnen Pflanzenschutzmittel verkauft und verwendet. Größtenteils legal, obwohl sie der Umwelt schaden. Denn von den 250 in Österreich zugelassenen Herbiziden werden allein 218 als umweltgefährlich eingestuft, sind somit schädlich für Tiere, Pflanzen und letztendlich auch für uns Menschen. Es wird Zeit, endlich auf natürliche Pflanzenschutzmittel umzustellen, denn zahlreiche Studien belegen die Gefährlichkeit von chemisch-synthetischen Herbiziden und Pestiziden für Menschen, Tiere und Pflanzen.

Landwirtschaft und Hobbygärtner sind gefordert

Doch nicht nur in der Landwirtschaft muss ein Umdenken erfolgen, auch Heimgärtner verlassen sich immer noch viel zu häufig auf chemische Hilfsmittel, die oftmals mehr schaden als nützen. Mehr als drei Viertel der heimischen Haushalte mit Garten, Balkon oder Terrasse pflanzen verschiedenste Gemüsesorten und Kräuter selbst an, die dann in den meisten Fällen auch gegessen werden. Daher ist es auch für die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden der Hobbygärtner wichtig, in Zukunft auf natürlich-biologische Produkte und Hilfsmittel zu vertrauen.

Nützlingen eine Chance geben

Und dazu gehört auch, den natürlichen Helfern im Garten eine Chance zu geben. Der Großteil aller Nutzpflanzen und Obstbäume ist zum Beispiel auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen. Da macht es durchaus Sinn, den kleinen Nützlingen ein wenig mehr Lebensraum zu bieten, als ihnen auf herkömmlichem Weg zur Verfügung steht. Auch in der Stadt sollte Raum für die kleinen Helfer geschaffen werden. Und durch ein Verbot von chemisch-synthetischen Pestiziden wie Neonicotinoide, die zurzeit in aller Munde sind, können Bienen und andere Nützlinge zusätzlich geschützt werden. Was wiederum unser Ökosystem am Laufen hält und die Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen unterstützt.