Für Café Puls steht ihr zu einer Zeit auf, bei der die meisten Menschen noch schlafen. Wie schafft ihr das?

Werner: Es ist schon ein bisschen ein Kampf! Wir haben alle unsere Handywecker …
Verena: …die manchmal dreimal, viermal, fünfmal läuten! Es kommen noch Stresssituationen dazu, z.B. ob das Handykabel lädt, damit man ja nicht verschläft.
Werner: Würden wir als Moderatoren verschlafen, gäbe es echt Alarm!

Das heißt, ihr geht auch richtig früh ins Bett?

Verena: Ich hätte niemals gedacht, dass ich vor meinem Neffen schlafen gehe! (lacht) Im Winter ist das ein bisschen leichter, weil es draußen schon finster ist. Aber früh schlafen zu gehen, muss man sich echt antrainieren!
Werner: Ja, weil wir nicht darauf programmiert sind. Das ist gegen den Biorhythmus!
Verena: Am Anfang habe ich noch versucht, ein Leben wie jeder andere am Abend zu haben, aber irgendwann bist du dann durch den Schlafmangel einfach nur mehr fertig.
Werner: Wer jetzt noch unser Freund ist, der ist wirklich ein echter Freund – denn Fortgehen gibt’s bei uns unter der Woche nicht! (lacht)

Geht es bei euch in der Früh entspannt oder stressig zu?

Werner: Ich lese eine halbe Stunde in der Früh, sehe mir die Cover der Tageszeitungen durch und überlege, worauf wir in den Nachrichten setzen können. Ich genieße diese Ruhe!
Verena: Ich stresse mich zwar auch nicht, aber bei mir zählt jede Minute! Ich bereite schon alles am Abend vor. In der Früh muss ich dann nur noch unter die Dusche hüpfen und bin schon auf dem Weg!
Werner: Apropos auf dem Weg: Ein wichtiges Morgenritual ist für mich, dass ich während der Autofahrt zum Sender wirklich gute Musik in vernünftiger Lautstärke höre.
Verena: Ab und an treffen wir uns auf der Autobahn und Werner lacht mich aus, weil ich im Auto sitze und singe. Dabei ist er nicht viel besser! (lacht)

Welche Tipps habt ihr für alle Morgenmuffel und Langschläfer dieses Landes?

Verena: Ich glaube, nicht zu „sudern“ hilft wahnsinnig viel! Wir haben in der Früh einen SMS-Weckservice. Tatsächlich bist du dann motivierter!
Werner: Und es versüßt dir den Start in den Tag! Wenn wir zum Sender kommen, vergisst du außerdem, dass du müde bist, weil du gleich in einer Gemeinschaft bist. Gemeinsam geht’s eben doch einfacher!

Klassisches Buttersemmerl mit Marmelade oder trendiger Haferporridge? Welche Frühstücksgewohnheiten habt ihr?

Verena: Ich bin die Klassische! Gern esse ich in der Früh ein Salamibrot mit grünem Paprika. Das Buttersemmerl mit Marmelade hebe ich mir für den Urlaub auf.
Werner: Bereits in der Früh süß zu essen, das ist etwas typisch Österreichisches. Ich brauche zwar auch etwas Pikantes, aber danach immer eine kleine Süßigkeit. Das Frühstück während der Sendung ist für mich reine Systemerhaltung.

Stichwort Systemerhaltung: Was hält euch während einer Sendung energetisiert?

Werner: Ein wirklich guter Kaffee!
Verena: Ich trinke nur Wasser oder Getränke mit Perlen. Weil mir Kaffee nicht schmeckt und von Tee werde ich immer müde. Früher habe ich Energydrinks getrunken, aber das ist völliger Schwachsinn, weil die Energie eh nur kurz anhält.
Werner: Am Morgen geht es bei uns sehr tough zu. Ich moderiere im Halbstundentakt Nachrichten und in der Zwischenzeit checke ich die Lage und bereite schon wieder die nächste Sendung vor. Also wenn das nicht wach hält?!
Verena: Wenn man Stress hat, denkt man gar nicht so viel darüber nach. Richtig müde wird man erst nach Café Puls!

Wie gut könnt ihr nach einer Sendung abschalten und entspannen?

Werner: In meinem Fall gibt es zwei mögliche Zustände: Entweder du arbeitest oder du hast frei und schläfst. Im Gegensatz zum Wochenende fällt mir unter der Woche das Abschalten schwer, weil man ständig News hereinbekommt.
Verena: Bei mir geht das eigentlich ganz gut. Ich treffe mich mit Freunden oder gehe ganz girly-like shoppen. Eine Zeit lang habe ich mich am Nachmittag gestresst, um schnell zwei Stunden zu schlafen. Aber ich habe mich dann jedes Mal gefühlt, als hätte ich einen Rausch gehabt! (lacht)
Werner: Die ersten Wochen bei Café Puls waren für mich auch wie Jetlag, nur ohne Urlaub!

Apropos Urlaub: Was ist euer Motivations-Boost für ungemütliche Herbst- und Wintertage?

Werner: Anstatt auf den nächsten Urlaub, freu ich mich lieber auf kleine Dinge, wie z.B. auf eine Stunde Sport nach der Arbeit. Aber ich muss ehrlich sagen, ich finde es eigentlich ganz nett, wenn ich in der Früh bei Regen im Auto sitze. Obwohl – im Bett wär’s dann doch schöner!
Verena: Ich freue mich z.B. darauf, wenn ich ohne schlechtes Gewissen am Nachmittag auf der Couch Serien schauen kann. Den nächsten Sommerurlaub in Thailand sehe ich schon in der Ferne! Aber ich liebe Weihnachten und wünsch mir auch Schnee – naja, ich sollte es ja wissen, immerhin sitze ich an der Quelle! (lacht)