Polizist oder Pilot, Kosmetikerin oder Konditormeisterin. Diese Berufe nennen Buben und Mädchen häufig, wenn sie nach ihrem Traumjob gefragt werden. In manchen Fällen mag sich dieser Kindheitstraum erfüllen. Aber die meisten Menschen gehen letztendlich einen anderen Weg. Fakt ist: Mit dem Thema Berufswahl wird man, zumindest indirekt, schon in sehr frühen Jahren konfrontiert. Hauptschule oder Gymnasium? Lehre oder Matura? Oder Lehre mit Matura? Und wenn es ein Studium sein soll: Universität oder Fachhochschule?

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Wichtig ist, dass man eine Ausbildung wählt, die zur Persönlichkeit passt. Denn nur so kann man letztendlich seinen eigenen Weg gehen. Wer seinen Beruf gerne ausübt, wird darin auch erfolgreich sein. Und: Ein Job, der Freude bringt, wirkt sich positiv auf das Privatleben aus. Es gibt wissenschaftliche Studien, die belegen, dass Arbeit und Glück miteinander zusammenhängen.

Unterstützung aus dem Umfeld

Um herauszufinden, in welche Richtung die berufliche Laufbahn führen soll, kann das eigene Umfeld eine wertvolle Hilfe sein. Eltern, Familie, Lehrer und Freunde erkennen oft besser als man selbst, wo die eigenen Stärken und Schwächen liegen. Vor allem Müttern und Vätern fällt die verantwortungsvolle Aufgabe zu, Talente und Neigungen zu erkennen und zu fördern. Gleichzeitig gilt es, offen zu bleiben und auf die Bedürfnisse des Nachwuchses zu hören.

Unterstützung bei der Wahl der passenden Ausbildung bietet das Arbeitsmarktservice an, zum Beispiel in Form eines Interessentests. Denn gerade im entscheidenden Alter wissen Jugendliche zwar häufig, was ihnen gefällt oder nicht gefällt, können diese Informationen aber nicht richtig einordnen. Wer beispielsweise gerne mit Menschen zu tun hat, für den könnte eine Ausbildung im Sozialwesen die richtige Wahl sein. Wer schon in der Schule Spaß an den Rechenaufgaben hat, interessiert sich möglicherweise für Buchhaltung. Die Entscheidung erleichtern können außerdem Schnuppertage in Schulen oder Unternehmen.

Weiterbildung erhöht Lebenszufriedenheit

Eine qualifizierte Ausbildung ist die Basis für einen gelungenen Einstieg ins Berufsleben. In einer sich ständig verändernden Arbeitsumwelt wie heute ist es darüber hinaus wichtig, sich laufend weiterzubilden. Auf fachlicher Ebene geht es dabei vor allem um Spezialisierungen oder technische Entwicklungen. Aber auch so genannte Soft Skills wie Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit oder Fremdsprachen sind heute gefragter denn je. Viele Unternehmen bieten betriebsinterne Weiterbildungen an oder übernehmen die Kosten für externe Fortbildungen. Darüber hinaus gibt es finanzielle Förderungen, etwa vom Bund sowie von Kammern oder Gewerkschaften.

Wer sich laufend weiterbildet, erhöht nicht nur die eigenen Chancen am Arbeitsmarkt, sondern tut auch der eigenen Entwicklung und letztendlich der Gesellschaft etwas Gutes. So das Ergebnis einer Untersuchung im Rahmen des EU-Projektes „Benefits of lifelong learning“. Mehr als 8.500 Befragte aus zehn Ländern bestätigen darin, dass Weiterbildung mehr als nur Wissenserwerb ist. Sie wirke sich nachhaltig auf alle Lebensbereiche aus: Man fühle sich gesünder, bleibe länger aktiv, traue sich für sein Leben etwas zu, baue soziale Netzwerke auf und entwickle Perspektiven für das Alter.