Die Steigerung der gesunden Lebensjahre und der Lebensqualität ist für Frauen in Österreich ein wichtiges Anliegen, viele leiden schon frühzeitig an Schmerzen, chronischen Krankheiten und unter psychischen Problemen. Gerade in der Vorweihnachtszeit gibt es leider oft wenig Raum für Besinnlichkeit, sondern hohe Stressbelastung, was Frauen im Job und der Familie besonders zu schaffen macht.

Größere Gefährdung

Psychosozialer Stress trifft Frauen stärker, er führt häufiger sowohl zu depressiven Störungen als auch zu körperlichen Folgeerkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Häufig kommt es auch zu Essstörungen, manchmal zu Magersucht, aber oft auch zu starkem Übergewicht, was einerseits Frauen speziell stigmatisiert und andererseits selbst wieder das Risiko für Stoffwechsel- und Gefäßkrankheiten erhöht.

Fast jede zweite Frau verstirbt an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, wozu neben dem Herzinfarkt auch Bluthochdruck, Schlaganfall, Herzschwäche und Rhytmusstörungen beitragen.

Zusätzliche Belastung

Obwohl vor allem ältere Frauen mit Zusatzerkrankungen betroffen sind, steigt auch die Zahl junger Frauen, deren Sterblichkeit dann besonders hoch ist. Pille, Rauchen, Übergewicht, Diabetes und Stress bis Depressionen sind bei Frauen besonders wichtige Risikofaktoren. Sowohl Aktiv- wie auch Passiv-Rauchen schädigt Frauenherzen, Nichtraucherschutz ist für alle, aber für Frauen besonders wichtig.

Auch frauenspezifische Komplikationen wie Schwangerschaftsdiabetes,- hypertonie oder eine frühe Menopause weisen auf ein höheres Risiko hin. Ausreichend Bewegung wird von Frauen leider oft vernachlässigt. Deshalb sind Maßnahmen zur Steigerung der Bewegung, aber auch zu gesunder Ernährung mit viel Gemüse und Obst ein wichtiger Schritt, um das Herz-Kreislauf- und Stoffwechselrisiko zu senken.

Vorbeugende Maßnahmen

Wesentlich ist, Ihr persönliches Risiko zu kennen und vorhandene Risikofaktoren auszuschalten bzw. zu behandeln. Regelmäßige Gesundheits-Checks sind dazu notwendig, besonders bei Übergewicht und in sensiblen Phasen wie bei Kinderwunsch und nach der Menopause.

Daneben sind Entspannungsphasen notwendig, um die Resilienz, die Widerstandskraft gegen Stress, zu erhöhen sowie die Entwicklung guter Stressverarbeitungsmethoden. Ein Wellness-Urlaub, Bewegung in der Natur, Zeit mit dem Partner oder im Freundeskreis genießen, sich Zeit für sich selbst und für Dinge nehmen, die frau individuell gut tun.

Frauen müssen genauso wenig wie Männer perfekt sein! Sie müssen sich auch nicht immer um alles kümmern, sondern immer auch auf sich selbst und ihr Wohlbefinden achten!