Fitness kann durch Belastungs- und Leistungstests objektiviert werden. Zwischen den Individuen bestehen, auch bei optimalem Training, aber enorme Unterschiede. Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Balance und Flexibilität sind die fünf Qualitäten der Kondition. Eine gute Kondition zu haben, ist eine der Voraussetzungen, fit zu sein. Wobei man „gute Kondition“ immer in Bezug auf die individuellen Gegebenheiten wie Alter, Geschlecht und allfällige Begleiterkrankungen sehen muss.

Ein ausgewogenes Training aller fünf Qualitäten ist wichtig, oft werden gerade Balance und Flexibilität vernachlässigt, was bei älteren Personen die Sturz- und Verletzungsgefährdung erhöht. Anfänger beginnen mit dem Training oft in zu hoher Intensität, werden durch Überlastung symptomatisch und beenden die sportliche Aktivität wieder.

Ein ganz langsames Heranführen an die individuellen Belastungsgrenzen ist unbedingt notwendig. Das Abschätzen der eigenen Fähigkeiten und die Vermeidung von Überlastung wird in der Regel langsam erlernt.

Welchen Belastungen halte ich stand?

Die Menschen sind genetisch sehr, sehr verschieden und entwickeln sich dann je nach Umgebungseinflüssen (Epigenetik) auch noch sehr variabel. Es gibt Menschen, die halten relativ wenig körperliches Training aus, bekommen rasch alle möglichen körperlichen Beschwerden, andere wiederum benötigen enorme Trainingsintensitäten, um sich gut zu fühlen.

Andererseits spielen auch psychische Faktoren eine enorme Rolle. Die von außen herangetragenen Anforderungen oder auch die eigenen Vorstellungen können beflügeln oder lähmen. Geforderte Menschen sind grundsätzlich fitter als unterforderte. Anhaltende erhebliche Überforderung sowohl im seelischen als auch körperlichen Bereich setzen mit der Zeit aber auch irreversible Schäden.

Wie bleibe ich gesund?

Fitness ist ein Gesamtpaket aus Veranlagung, Gesundheitszustand, Trainingszustand und mentalem Zustand. Vermeidbare Gesundheitsrisiken sind Rauchen, Fehl- und Überernährung, Überarbeitung, Bewegungsmangel, Schlafmangel und andere.

Das Rauchen ist der Faktor mit der größten Schädlichkeit. Rauchen verursacht eine chronische Entzündung der Atemwege und prädestiniert so für Atemwegsinfekte bis hin zur Lungenentzündung. Rauchen ist der wichtigste Faktor, der Fitness und Gesundheit beeinträchtigt.

Wie wichtig ist mein Gewicht?

Die meisten Menschen benötigen keinerlei Diät. Die Empfehlung lautet lediglich, ausgewogen und nicht zu viel zu essen. Die zusätzliche Einnahme von Vitaminen ist in der Regel nicht von Vorteil.

Viele Menschen leben in großen Städten, wo es wenig attraktive Möglichkeiten zur Bewegung in der Natur gibt. Indoor-Training im Schwimmbad, bei Sportvereinen oder im Fitnesstudio kann ein ausreichender Ersatz sein.

 Wie kann ich Krankheiten begegnen?

Ein Teil der Infektionen der Atemwege wird durch Grippeviren und Pneumokokken hervorgerufen. Gegen beide gibt es eine Impfung. Ein Benefit der Grippeimpfung konnte bei Personen über 60 Jahren und bei Personen mit einem erhöhten Risiko durch Begleiterkrankungen nachgewiesen werden. Die Pneumokkokenimpfung wird bim gleichen Personenkreis empfohlen.

Es gibt viele Erkrankungen, die harmlos sind und die man selbst mit Hausmitteln gut behandeln kann. Wenn Sie unsicher sind, scheuen Sie sich nicht, Ihren Hausarzt zu fragen. Sie bekommen eine Ihrer Individualität angepasste Diagnostik, Therapie und Beratung.

Die Spitalsambulanz sollten Sie mit solchen Anliegen aber keinesfalls behelligen, Sie setzten sich nämlich damit einem erheblichen Risiko von Überdiagnose und Übertherapie aus. Wenn eine aufwendigere Diagnostik und Therapie notwendig werden, kann der Hausarzt Sie ganz schnell ins Krankhaus weitervermitteln.