„Ideen entstehen nicht im luftleeren Raum“, sagt uns ein Sprichwort. Es verweist darauf, wie wichtig die Luft für uns Menschen ist – ohne Luft kein Atmen, kein Denken, kein Leben. Umso wichtiger ist es, auch an die Luft in den eigenen vier Wänden zu denken. Viele Menschen unterschätzen deren Bedeutung für den Alltag, obwohl man doch geraume Zeit zu Hause verbringt. Um es wiederum in Sprichwörtern auszudrücken: Wem die Luft ausgeht, der hat ein Problem – ebenso derjenige, der dicke Luft verspürt.

Gerade in der Übergangszeit von warm zu kalt – Herbst, Winter – ist die Luftqualität geschlossener Räume wesentlich. Durch die veränderten Temperaturen bleiben die Fenster öfter geschlossen, was zu geringerer Zirkulation führt. Dazu kommt die Heizung: In der kalten Jahreszeit wird sie hochgedreht. Viele Menschen übersehen dabei das gute Maß und drehen zu stark auf.

Das führt zunächst zu angenehmer Wärme, aber die Probleme stellen sich bald ein. Auf Dauer wird die Luft trocken. Da sie uns aber wirklich überall umgibt, hat das fatale Folgen: Schleimhäute und Augenbindehäute trocknen schneller aus und werden für chemische Schadstoffe und Infektionserreger leichter angreifbar.

Wichtig: Gut lüften

Der wohl einfachste Ratschlag: Statt die Heizung zu stark aufzudrehen, lieber einmal zu Hause den Pullover anziehen und regelmäßig gut durchlüften. Das gilt übrigens insbesondere für Kinderzimmer. Entgegen einem weitverbreiteten Irrglauben müssen diese zumindest tagsüber nicht ganz besonders gut geheizt sein, da sich Kinder viel mehr bewegen als Erwachsene und so stärker körpereigene Wärme produzieren.

Regelmäßig stoßlüften, um die abgegebene Wärme entweichen zu lassen und dem Raum frischen Sauerstoff zuzuführen.

Ein weiterer Aspekt: Die Luftfeuchtigkeit. Wer regelmäßig lüftet, hält sie in viel besserer Balance, als wenn sie den ganzen Tag im Raum steht. Auch das führt nämlich zum bereits erwähnten Problem der zu hohen Trockenheit. Natürlich helfen auch Zimmerpflanzen dabei, das Raumklima zu verbessern. Eine heute sehr erprobte Variante, die auch schon lange nicht mehr teuer ist, stellen Luftbefeuchter dar, die einen merkbaren Effekt auf Wohlbefinden und Gesundheit haben.

Die Luftfeuchtigkeit im Auge behalten

Die Luftfeuchtigkeit lässt sich übrigens auch überprüfen: Hygrometer sind Messinstrumente, die sowohl im Innen- als auch im Außenbereich funktionieren. Wer sie an beiden Seiten der Fenster anbringt, kann den Feuchtigkeitsgehalt vergleichen und gegebenenfalls stoßlüften.

Hierbei empfiehlt es sich übrigens, die Fenster weit zu öffnen – nur gekippt tut sich zu wenig. Auch das Badezimmer bietet Hilfe an: Nach dem Baden oder Duschen nicht das Fenster, sondern die Badezimmertür öffnen. So kann die Feuchtigkeit in die übrigen Räume entweichen.

Zum Wohlbefinden trägt das ideale Raumklima jedenfalls massiv bei. Dazu gehören die richtige Temperatur und die richtige Luftfeuchtigkeit. Einige wesentliche Punkte wurden bereits genannt. Woran wir aber immer noch zu selten denken, ist die Verringerung von Luftschadstoffen.

Raucher sollten gegenüberliegende Fenster öffnen, um einen Durchzug zu ermöglichen – soviel ist klar. Gerade in einer Stadtwohnung, aber auch in der Nähe von Baustellen, Bahnhöfen oder Durchzugsstraßen kann die Luft so oder so belastet sein.

Saubere Luft bedeutet Lebensqualität

Um zu den Sprichwörtern zurückzukehren: Das „reinigende Sommergewitter“ kennen wir alle. Danach ist die ganze Spannung raus und man holt mit Wohlgenuss zumindest mehrmals tief Luft – ein erhebendes Gefühl. Nur, auf Bestellung gibt es die nun einmal nicht.

Die Technik weiß aber Abhilfe: Luftreiniger und Luftwäscher sind ebenfalls schon auf sehr hohen Standards angekommen und können die Luftfeuchtigkeit mittels integrierten Hygrostats quasi „auf Knopfdruck“ erhöhen. Auch schlafzimmertauglich sind sie längst.

Ein besonderes Highlight stellen Vernebler dar: Je nach Programmierung stoßen sie in regelmäßigen Zeitabständen kleine Nebelwolken ins Zimmer, um so eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Was die Heizung im Winter, ist übrigens die Klimaanlage im Sommer. Auch sie entfeuchtet die Luft, schafft ein Kratzen im Hals, trocknet Rachen und Nase aus.

Die Folgen für die Gesundheit sind in beiden Fällen nicht zu unterschätzen – eine Verkühlung ist noch das Geringste, was droht. Langfristige Folgeschäden sind nicht auszuschließen, wenn das Raumklima dauerhaft zu wenig beachtet wird. Zum Schluss daher noch einmal ein Sprichwort: Wer gut aufpasst, bei dem ist die Luft sicher rein.