Oft wird schon eine gewöhnliche Erkältung für eine waschechte Grippe gehalten. Doch im Vergleich zur Influenza beschränken sich die Symptome wie Schnupfen, Halsschmerzen und tränende Augen bei einer Erkältung auf die oberen Atemwege. Eine Influenza unterscheidet sich in der Schwere der auftretenden Symptome deutlich von einer gewöhnlichen Erkältung. Außerdem treten bei einer Grippe zusätzliche Symptome auf, allen voran hohes Fieber und Gliederschmerzen.

Das Fieber kommt bei einer Influenza meist wie aus heiterem Himmel und übersteigt dabei rasch die 38°C-Marke. Häufigste Begleiterscheinungen zum Fieber sind dann Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen sowie ein schwerer, trockener Reizhusten. Auch Schweißausbrüche, Schüttelfrost und Schnupfen gehen oftmals Hand in Hand mit einer klassischen Wintergrippe.

In selteneren Fällen gilt das auch für Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Augenscheinliches Symptom ist zudem eine enorme Müdigkeit, die den breiten Katalog an auftretenden Grippesymptomen abrundet. Kurz gesagt: Wer an einer klassischen Wintergrippe leidet, fühlt sich binnen kürzester Zeit schwer krank.

Was tun, wenn ich die Grippe habe?

Wenn Sie sich mit dem Influenza-Virus infiziert haben, ist die Grippe nicht mehr aufzuhalten. Dann besteht nur noch die Möglichkeit, die Grippe-Symptome zu lindern, etwa mithilfe eines fiebersenkenden Schmerzmittels. Ist ein schwerer Verlauf der Krankheit zu befürchten, kann auch die Einnahme antiviraler Medikamente sinnvoll sein. Ansonsten gilt es, für mindestens drei bis fünf Tage das Bett zu hüten und sich richtig auszukurieren.

Dazu gehören ausreichend Schlaf sowie viel zu trinken, da man auf Grund des Fiebers viel Flüssigkeit verliert. Zigaretten und Alkohol sollten unbedingt vermieden werden. Um einen Rückfall zu vermeiden und andere Personen vor einer Ansteckung zu schützen, sollten Erkrankte mindestens für zwei Wochen nicht zur Arbeit oder in die Schule gehen und auf sämtliche Termine außer Haus verzichten.

Präventivmaßnahmen für die Grippezeit

Um einer Influenza vorzubeugen, gibt es einige Dinge, die man beachten sollte. Allen voran gilt es, sich regelmäßig die Hände zu waschen, vor allem nach vielen Händekontakten wie Anhalten in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Händeschütteln. Zudem sollte man seine Hände von den Augen fernhalten, denn ein häufiger Übertragungsweg des Grippe-Virus verläuft über Hände-Augen-Atemwege.

Auch die Stärkung des eigenen Immunsystems kann das Risiko einer Infektion deutlich reduzieren. Wichtig dafür sind eine gesunde Ernährung, Bewegung sowie ausreichend Schlaf. Wenn Arztbesuche nicht unbedingt notwendig sind, sollten diese in Zeiten einer Grippe-Epidemie vermieden werden.

Apropos Arztbesuch: Eine weitere Möglichkeit, sich vor einer Grippe-Infektion zu schützen, ist die Schutzimpfung vor Beginn der Influenza-Saison im Herbst. Die Impfung bietet in der Regel einen 70-90 prozentigen Schutz vor der Erkrankung beziehungsweise vor den Komplikationen einer Grippe.

Nur gegen die pandemische Influenza ist eine vorsorgliche Impfung nicht möglich. Taucht ein neuer Subtyp der Grippe auf, ist der zur Verfügung stehende Impfstoff in der Regel unwirksam.